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Stadt Salzwedel rüstet sich für Wohngeldreform

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Von: Christian Reuter

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Wohngeldantrag
Durch die Wohngeldreform rechnet auch die Stadt Salzwedel 2023 mit mehr Anträgen. Deshalb wird der Wohngeldbereich mit zwei zusätzlichen Stellen aufgestockt. © Jens Kalaene / DPA

Am 1. Januar 2023 tritt in Deutschland die Wohngeldreform in Kraft. „Die Bundesregierung rechnet damit, dass ab 2023 zwei Millionen Haushalte statt bisher 600.000 Wohngeld erhalten könnten. Insofern rechnet auch die Hansestadt Salzwedel mit einer deutlichen Erhöhung von Wohngeldanträgen“, informierte Kirsten Schwerin von der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit / Wirtschaftsförderung der Stadt. Die Stadt Salzwedel rüstet sich mit einer Aufstockung des Personals für die prognostizierte Zunahme an Wohngeldanträgen.

Salzwedel. Über das Inkrafttreten der Wohngeldreform zum 1. Januar 2023 hatte Bürgermeisterin Sabine Blümel während der jüngsten Stadtratssitzung informiert. „Zwei zusätzliche Stellen werden in diesem Bereich geschaffen“, hatte sie dazu erklärt. Die AZ fragte bei der Stadt nach, ob neue Mitarbeiter eingestellt oder innerhalb der Verwaltung versetzt werden. „Es handelt sich um eine interne Umsetzung und die Weiterbeschäftigung einer bereits in der Stadtverwaltung arbeitenden Person, deren Vertrag sonst am 31. Dezember ausgelaufen wäre“, teilte Kirsten Schwerin mit. Und fügte noch hinzu: „Wir sind sehr dankbar, dass die betroffenen Beschäftigten sich dazu bereit erklärt haben und so der Bereich der Wohngeldbehörde mit Reformbeginn bereits personell gestärkt auftritt.“

Dies sei längst nicht allen Wohngeldbehörden gelungen. Die dadurch anderweitig frei werdenden Stellen müssten separat nachbesetzt werden. Die Voraussetzungen dafür seien mit der Veränderung des Stellenplanes durch den 2. Nachtragshaushalt 2022 geschaffen worden, vom Stadtrat am 2. November beschlossen.

Diese Stellenmehrung stelle eine echte Mehrbelastung für die Hansestadt dar, führte Schwerin weiter aus. Während damit gerechnet werde, dass durch das erhöhte Wohngeld weniger ergänzende andere Sozialleistungen gezahlt werden müssen (SGB XII, SGB II) und dadurch dort weniger Verwaltungsaufwand besteht, trete dieser Effekt für die Stadt nicht ein, „da andere Sozialleistungen von uns generell nicht verwaltet werden“.

Derzeit (Stand: November 2022) stünden 354 Haushalte der Stadt im Wohngeldbezug, informierte Schwerin auf AZ-Nachfrage. Wie hoch die prognostizierte Steigerung bei den Wohngeldempfängern ausfallen werde, dazu könne in absoluten Fallzahlen bzw. prozentual zurzeit noch keine Angabe vorgenommen werden.

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