Bürgermeisterin Sabine Blümel inspizierte gestern die Lessing-Grundschule

Stadt Salzwedel reagiert auf Mängelliste

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Einige Mängel an der Lessing-Grundschule sind abgearbeitet, weitere sollen folgen. Ende 2018 beantrage Bürgermeisterin Sabine Blümel eine erneute Stark-III-Förderung für die Einrichtung. Eine Zusage stehe aber noch aus. 

Salzwedel – Der Mängelbrief des Elternrates der Lessing-Grundschule zeigte offenbar Wirkung. Gestern war Bürgermeisterin Sabine Blümel persönlich vor Ort, um sich von der Einrichtung an der Ernst-Thälmann-Straße ein Bild zu machen.

Auch wollte sie mit der Schulleitung die Mängelliste Schritt für Schritt durchgehen.

Das Schriftstück ist lang, insgesamt 23 Mängel wurden seit 2016 registriert, nur neun sind bearbeitet worden. Die Bürgermeisterin besichtigte den Schulhof, schaute sich den Sportplatz und letztlich das Schulgebäude genau an. „Dass an der Lessing-Grundschule etwas gemacht werden muss, ist klar“, berichtete Blümel danach telefonisch der AZ, „ich hatte vor einigen Jahren eine Förderung durch Stark III für die Einrichtung beantragt, leider wurde diese abgelehnt.“

Wie die Stadtchefin weiter informierte, sei ein neuer Antrag Ende 2018 gestellt worden, eine Zusage stehe noch aus. Auch hieß es, dass die Einrichtung zusätzlich mit 305 000 Euro durch das Programm „Energetische Sanierung von Einrichtungen der Schulinfrastruktur“ gefördert werden könnte.

„Höchste Priorität für mich haben die Klassenzimmer“, sagte Sabine Blümel. Einige Mängel seien schon abgearbeitet, so die Bürgermeisterin. Allerdings seien noch einige Baustellen offen. Dazu zählten unter anderem der Schulhof, der mit Kratern und Stolperfallen übersät ist, der marode Fahrradständer und das Dach der Lessing-Grundschule, von wo Wasser eindringt. Ebenfalls die Fenster zur Straßenseite hin – diese seien undicht, hieß es (wir berichteten).

„Kleinigkeiten für die alltäglichen Dinge sollen sofort behoben werden“, blickte Blümel voraus. Die größte Sorge der Eltern ist die, dass die Grundschule aufgrund von Schimmel und damit aus gesundheitlichen Gründen geschlossen werden müsste. Das hätte zur Folge, dass über 250 Kinder auf andere Schulen aufgeteilt würden. Ein Horrorszenario, das nicht eintreten soll.

VON PAUL WILLIAM HIERSCHE

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