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Stadt Salzwedel hofft auf regionale Veranstalter zum „Tag des offenen Denkmals“

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Von: Arno Zähringer

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Turm
Rund 130 Besucher besichtigten im vergangenen Jahr allein den um 1900 erbauten Bismarckturm, der vom Preußenverein Salzwedel betreut wird. © Oliver Becker

Denkmale sind Zeugen vergangener Geschichten ihrer Bewohner und Erbauer – auch in Salzwedel. Ihre Bausubstanz steckt deshalb nach Meinung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz voller Beweismittel. Historische Narben, Ergänzungen und Weiterentwicklungen erzählen viel über ein Bauwerk und seine Bewohner.

Salzwedel. Das Denkmal selbst kann zum Opfer werden. Der Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 11. September, geht der Frage nach, welche Erkenntnisse und Beweise sich durch die Begutachtung der originalen Denkmalsubstanz gewinnen lassen. Welche Spuren hat menschliches Handeln über die Jahrhunderte hinweg und viele Zeitschichten hindurch hinterlassen? Welche „Taten“ wurden im und am Bau verübt? Und welche Schlüsse zieht die Denkmalpflege daraus?

Unter dem Motto „KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz“ steht in diesem Jahr die detektivische Untersuchung der Bausubstanz und der Geschichte der Denkmale im Fokus. Auch in Salzwedel wird dazu aufgerufen, auf Spurensuche zu gehen und dabei Historie und Geschichten am Denkmal zu ermitteln, macht Kirsten Schwerin aus dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Wirtschaftsförderung der Hansestadt deutlich. Veranstalter, die in diesem Bereich tätig sein und Angebote für die Öffentlichkeit präsentieren wollen, können sich noch bis 31. Mai im Servicebereich unter www.tag-des-offenen-denkmals.de/veranstalter anmelden. „Mit der Anmeldung wird das jeweilige Denkmal in das bundesweite Programm aufgenommen“, hofft Schwerin auf zahlreiche Initiatoren. Denn: „Rechtzeitig vor dem Veranstaltungstag schauen wir auf der Internetseite der Stiftung nach der Anzahl der regionalen Anmeldungen und entscheiden, ob eine Salzwedel-Übersicht erstellt wird.“

In den vergangenen Jahren ist der „Tag des offenen Denkmals“, der seit 1993 ausgerichtet wird, immer sehr gut angenommen worden. Auch 2021 waren zahlreichen Menschen aus Salzwedel, aber auch aus der angrenzenden Region unterwegs, um sich mit der Historie auseinanderzusetzen. Denn das ist oft gleichbedeutend mit einer Reise in die Vergangenheit, die allerdings nicht nur für Abwechslung sorgt, sondern auch den eigenen Horizont in Sachen Architektur erweitert.

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