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Stadt lässt in den kommenden Jahren 21 Löschwasserbrunnen bohren

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Von: Lydia Zahn

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In der Salzwedeler Ortschaft Brietz sind die Brunnenbohrarbeiten abgeschlossen. © Zahn, Lydia

Von 2022 bis 2025 lässt die Stadt in und um Salzwedel neue Löschwasserbrunnen bohren, um die Versorgung auch in Zukunft für den Ernstfall sicherzustellen. 720 000 Euro soll das Vorhaben kosten.

Salzwedel – Die Feuerwehren sind gerade in den wärmeren Monaten oftmals häufiger zu Löscheinsätzen unterwegs. In diesem Jahr rückten die Kameraden sogar schon öfter aus als im gesamten vergangenen Jahr. Zum Vergleich: Bisher waren es zehn Brandlöschungen, im Vorjahr waren es insgesamt sechs Löscheinsätze (Stand Ende Juli). Umso wichtiger ist es daher, dass für ausreichend Löschwasser gesorgt wird. Und damit das auch gegeben ist, investiert die Stadt Salzwedel bis 2025 720 000 Euro in Löschwasserbrunnen.

Löschwasserversorgung in und um Salzwedel sei gesichert

„Die Notwendigkeit einer Löschwasserversorgung im Einsatzfall ist erst wieder durch die jüngsten Waldbrände in verschiedenen Bundesländern vor Augen geführt worden. Und auch für die Feuerwehren der Hansestadt Salzwedel ist eine leistungsfähige Löschwasserversorgung, oft durch Brunnen realisiert, wichtig“, betont Stadtsprecher Andreas Köhler und wirft einen Blick auf die Lage in Salzwedel. Demnach wäre der Grundschutz in der Kernstadt sowie den Ortsteilen gesichert.

Insgesamt 35 Löschwasserbrunnen befinden sich im Gebiet der Hansestadt. Um den aktuellen Ist-Zustand dieser immer im Blick zu haben, stünden das Verkehrswesen und der Brandschutz „laufend in enger Abstimmung mit den jeweiligen Wehrleitungen“, erklärt Köhler. Sollte einer der Brunnen nicht mehr für die Wasserversorgung gebraucht werden können, werde dort ein neuer Tiefspiegelbrunnen gebohrt, führt der Pressesprecher weiter aus.

Neue Brunnen werden für rund 720 000 Euro gebohrt

Damit aber auch langfristig die Löschwasserversorgung im Einsatzfall gesichert ist, sollen im Zeitraum von 2022 bis 2025 21 neue Löschwasserbrunnen gebaut werden. Dieses Vorhaben kostet die Stadt rund 720 000 Euro.

Dabei stehen in diesem Jahr Groß Wieblitz, Depekolk sowie die Gewerbegebiete der Hansestadt im Vordergrund. In Brewitz sind die Brunnenbohrarbeiten derzeit fast beendet und laut Ortsbürgermeister Wolfgang Kappler in Brietz bereits abgeschlossen.

Eine Förderung für das Vorhaben stehe laut Köhler im Raum. „Für zwei Brunnen sind über das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) Fördermittel beantragt worden. Dabei ist zu beachten, dass pro Jahr nur zwei Brunnen förderfähig sind“, erklärt er. Derzeit sei aber noch keine Fördermittelzusage erfolgt.

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