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Stadt erhält mehr als 50 Prozent Zuschuss für Sanierung der Lessingschule

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Von: Arno Zähringer

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Küche
Gespendet wurde die Küche im Hauswirtschaftsratsraum von einer Firma aus Salzwedel. © Zähringer, Arno

Über den Stand der Sanierungsarbeiten an der Lessing-Grundschule informierten sich die Mitglieder des Schul- und Bauausschusses. Dabei zeigte Schulleiterin Sylvia Hartmann den Abgeordneten verschiedene Räume.

Salzwedel – Über den Stand der Sanierungsarbeiten an der Lessing-Grundschule informierten sich vor einigen Tagen die Mitglieder des Schul- und Bauausschusses. Dabei zeigte Schulleiterin Sylvia Hartmann den Abgeordneten verschiedene Räume, darunter den Speisesaal, Freizeit- oder Hauswirtschaftsraum oder die Unterbringung der pädagogischen Mitarbeiter.

Heike Treichel vom städtischen Bauamt hatte zudem noch ein paar Zahlen parat. So seien etwa 18 000 Meter Kabel und weitere 5000 Meter Datenkabel für das IT-Netz der Schule verlegt worden. Hinzu kommen noch acht Verteilerschränke.

Mehr als zwei Millionen Euro lässt sich die Hansestadt Salzwedel die Komplettsanierung der Einrichtung kosten, wenngleich sie aus unterschiedlichen Fördertöpfen Zuschüsse für das Projekt erhält. Aus dem Förderprogramm Stark III gab es bei einem Investitionsvolumen von 1,4 Millionen Euro beispielsweise rund 848 000 Euro, sodass sich der Betrag der Eigenmittel, den Salzwedel zu tragen hat, auf 557 000 Euro reduzierte. 498 000 Euro betrugen die Kosten im Zusammenhang beim Förderprogramm Schulinfrastruktur. Aus diesem Topf bekam die Hansestadt 139 000 Euro, um das Schulgebäude, das übrigens aus den 1970er-Jahren stammt, wieder auf den neuesten Stand zu bringen.

Dazu gehörten unter anderem der Einbau von Akustikdecken, die Sicherungstechnik und die Hausalarmierung. Um das Sanierungsziel erreichen zu können, erfolgte in den Weihnachtsferien 2020 die Auslagerung der Grundschule auf das Gelände der Sonnenstraße 2/4.

Großes Augenmerk ist auf Brandschutzmaßnahmen gelegt worden. Klassenräume, Flure und Treppenhäuser wurden gestrichen, sodass jede Etage eine andere Farbe hat. Dazu hatte die Schule ein eigenes Farbkonzept entwickelt, berichtete Sylvia Hartmann. Zudem wurden die Fußböden erneuert, die erste Etage bekam neue Türen zum Klassenraum, und die Fensterfronten sind mit einer Verdunkelungsanlage ausgestattet worden. Hintergrund: Sie soll dazu beitragen, dass sich die Klassenräume bei starker Sonneneinstrahlung nicht aufheizen.

Die Klassenräume verfügen über Bewegungsmelder, um Strom zu sparen. Denn sollte mal vergessen werden, nach dem Unterricht das Licht zu löschen, geht es nach einer bestimmten Zeit von selbst aus. Saniert worden ist auch der Hauswirtschaftsraum. Die dazu gehörende Küche ist von einer Salzwedeler Firma gesponsert worden. Renoviert wurden auch die sanitären Anlagen. 158 000 Euro betrug der Ansatz beim Förderprogramm Digitalpakt. Letztlich lag der Zuschuss bei 142 000 Euro.

Das führte dazu, dass die Hansestadt für das Zwei-Millionen-Projekt Zuschüsse von rund 1,1 Millionen Euro auf der Einnahmeseite verbuchen konnte. Weitere anstehende Baumaßnahmen auf dem Gelände sind für den Zeitraum 2022 bis 2024 der Anbau eines Aufzuges am Nordgiebel des Gebäudes sowie die Gestaltung des Schulhofes (wir berichteten).

Anstatt drei bekommt die Schule noch zwei Whiteboards, mit denen die dritten Klassen ausgestattet werden sollen. Dabei handelt es sich um eine Schreibtafel, die sich mit Markern beschreiben und wieder reinigen lässt. „Allerdings haben manche Lehrer noch eine gewisse Hemmschwelle“, berichtete Hartmann.

Momentan werden in der Lessing-Grundschule 240 Schüler in zwölf Klassen unterrichtet. 14 Lehrkräfte und zwei pädagogische Mitarbeiter sind in der Einrichtung beschäftigt, berichtete Hartmann.

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