Kreisvolkshochschule bietet Asylbewerbern Hilfe an

Sprachbarrieren oft schwer zu überwinden

+
Für Kinder werden immer wieder Sprachkurse organisiert, damit sie sich schneller in Deutschland zurechtfinden. Nachholbedarf gibt es aber noch bei den Angeboten für Erwachsene.

Salzwedel. Um Missverständnisse zu vermeiden, ist gegenseitiges Verständnis unabdingbar, eine gemeinsame Sprache der Schlüssel.

Darum werden spezielle Sprachklassen in folgenden Schulen eingerichtet: Reutter, Wander, Goethe, Karl-Marx (alle Gardelegen), Perver, Jenny Marx, Lessing, Comenius (alle Salzwedel), Pretzier, Kalbe, Mieste und Berufsschule. Die Schulpflicht gilt auch für Kinder der Asylbewerber, der Nachwuchs so schnell integriert werden.

Beim Deutschlernen bietet die Kreisvolkshochschule weiter Hilfe an. Bereits in den vergangenen Monaten haben Dozenten in Bildungsstätten unterrichtet und Ehrenamtliche unterstützt. Zum Teil begleiten diese Dozenten im Auftrag des Landes nun die neuen Sprachklassen. „Wir müssen sehen wie sich der Bedarf entwickelt und sind bereit, weiter zu unterstützen“, unterstrich Sabine Wagener von der Kreisvolkshochschule gestern bei der Vorstellung des Herbstsemesters (siehe Artikel unten). Leiter Dr. Herbert Teichert betonte, dass der Landrat früh die Initiative ergriffen habe und die Bildungsstätte beim organisieren der Kurse in der Praxis half. „Wir hatten eine Vorreiterrolle in Sachsen-Anhalt“, unterstrich Uwe Hundt vom Beirat.

Während die Kinder Unterricht bekommen, besteht bei den Erwachsenen noch Bedarf. Aktuell gibt es vom Land finanzielle Hilfe, wenn Kurse geplant werden. Allerdings nur, wenn diese bis zum 30. September abgeschlossen sind. Die Verantwortlichen der Kreisvolkshochschule hoffen nun darauf, dass die Förderung danach nicht abreißt.

Die Bildungsstätte will Einheimischen zudem beweisen, dass Asylbewerber positive Akzente setzen können. Am 30. September gibt es ein Gesprächsforum. Dort werden die Vorteile von Zuwanderung erläutert. Mit dabei sind Dozenten der Kreisvolkshochschule, die einen Migrationshintergrund haben. Diese werden erzählen, wie sie sich in Deutschland eingelebt haben. Dabei geht es um Erfolgsmomente und Schwierigkeiten. Die Veranstaltung läuft von 16 bis 17.30 Uhr im Gebäude an der Karl-Marx-Straße 15 und ist kostenfrei.

Von Christian Ziems

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare