Hartwich: „Alles im Kostenrahmen“

Sportlicher Termin am Südbockhorn: Komplette Fertigstellung zum 31. März

Der zweite Bauabschnitt: Bis zum 31. März soll der komplette Südbockhorn fertig sein.
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Der zweite Bauabschnitt: Bis zum 31. März soll der komplette Südbockhorn fertig sein.

Salzwedel – Bis zum 31. März soll der komplette Südbockhorn fertig ausgebaut sein. Mit dieser Nachricht überraschte Bauamtsleiterin Martyna Hartwich am Montag im Bauausschuss. So sollen dort täglich zwölf Bauarbeiter im Einsatz sein.

Und überhaupt liege alles im Plan – der Bauablauf wie auch die Kosten, sagte Hartwich immer wieder. Denn beides hatte bei den Anliegern, die zur Bauausschusssitzung ins Kulturhaus gekommen waren, für arge Zweifel gesorgt.

Diskutierten über den Südbockhorn (stehend, v.l.): Frank Rossau und Regina Fehse (beide Anlieger), Bauamtsleiterin Martyna Hartwich, Bauausschussvorsitzende Sabine Danicke und Nils Krümmel (beide Stadträte und Anlieger).

Auch auf Nachfragen bestätigte die Bauamtsleiterin immer wieder: „Wir befinden uns im Kostenrahmen.“ Und hielt auch an dem Termin 31. März fest. „Das sind sie aber mutig“, kommentierte Südbockhorn-Anliegerin Regina Fehse, die selbst in einer Baufirma gearbeitet hat. Bauausschussvorsitzende Sabine Danicke hatte zuvor durchgesetzt, dass die anwesenden Anlieger bei diesem Tagesordnungspunkt Fragen stellen konnten.

Aber offenbar hat auch Bürgermeisterin Sabine Blümel Probleme mit dem Fertigstellungstermin: „Es wird im ersten Halbjahr fertig.“ Für die Anlieger ein weiterer Punkt: Müssen die Südbockhorner die Arbeiten im Nordbockhorn mitbezahlen? Müssen sie. „Die Kosten für die Anbindungen des Südbockhorn können auf Sie umgelegt werden“, erläuterte die Bauamtsleiterin.

Südbockhorn-Anlieger Frank Rossau spielte dann noch einmal auf die gestiegenen Baukosten von 1,4 auf 2,1 Millionen Euro an. „Wenn die Preise steigen und die Fördermittelsumme gleich bleibt, müssen Stadt und Anlieger das Defizit tragen.“ Das bedauert auch Bürgermeisterin Sabine Blümel.

Hieß es anfangs vor dem Bau des Südbockhorns noch, das Förderprogramm laufe zum Jahresende aus, es werde aber neu aufgelegt, ist das nun vorbei. „Die Förderung wird nicht fortgeführt. Es gibt vom Land keine Unterstützung mehr für den kommunalen Straßenbau“, ärgert sich die Bürgermeisterin. Das Land ziehe sich immer mehr heraus und stülpe alles den Kommunen über, legte Blümel nach.

Straßenwechsel: Ebenso wie am Südbockhorn wird auch an der Altperverstraße seit Montag weitergearbeitet. Ein Bauabschnitt ist bereits freigegeben. Im zweiten Abschnitt zwischen den Einmündungen Vor dem Neuperver Tor und Perver Kreisel sind die Tiefbauer an den Nebenanlagen im vollen Gange, berichtete Martyna Hartwich. „So etwa Ende Februar / Anfang März“ sollen die Arbeiten an der Altperverstraße abgeschlossen werden. Die Fahrbahnmarkierungen sollen im Mai aufgebracht werden, steckte die Bauamtsleiterin den Zeitplan für diese Baustelle ab.

VON HOLGER BENECKE

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