Liestener Waldbad: Stadt und Verein gehen neue Wege / Saisonstart am 2. Juni

Spendenbox statt Kasse

Das Liestener Waldbad wird für den Saisonstart am 2. Juni flott gemacht: Den nächsten Arbeitseinsatz gibt es in zwei Wochen. Die Liestener setzen auf die Spendenbereitschaft der Waldbadnutzer, denn an der Kasse wird niemand mehr sitzen. Foto: Lehmann

Liesten. Ein Pilotprojekt startet mitunter ungewöhnlich: So wird es zum Saisonstart am 2. Juni auch im Liestener Waldbad sein. An der Kasse wird niemand sitzen, stattdessen steht am Eingang eine Spendenbox.

Ob das Waldbad-Projekt erfolgreich ist, hängt also von der Spendenbereitschaft der Nutzer ab. Vorteile der Spendenbox sind, dass die Saisonkraft für die Kasse gespart werden kann und die Spenden zu 100 Prozent für das Bad verwendet werden können, da keine Umsatzsteuer anfällt. Diese Vorteile haben am Montagabend auch den Sozialausschuss überzeugt, der einstimmig für das Abschaffen der Eintrittsgelder votierte.

Der Verein Sport- und Bildungszentrum Liesten-Altmark ist momentan dabei, das Bad auf Vordermann zu bringen. Zum ersten Arbeitseinsatz in diesem Jahr kamen 40 Waldbadfreunde, was Vereinschef Harald Bresch sehr freute. Die Becken wurden gereinigt, das Laub zusammengefegt, die Tischtennisplatten aus Beton instandgesetzt. Die Hecken bekamen einen neuen Schnitt. „In 14 Tagen ist der nächste Einsatz. Dann wollen wir die Becken auskärchern“, informierte Harald Bresch.

Der Verein will das Bad mit Unterstützung der Stadt wesentlich attraktiver gestalten und auch Trainings- bzw. Schwimmlager veranstalten. Mehrere Holzhäuser sind geplant. Die Liestener wissen: Je mehr Besucher kommen, desto sicherer ist die Zukunft des naturnahen Waldbades.

Von Henning Lehmann und Ulrike Meineke

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