Landrat Ziche bezeichnet Personennahverkehrs-Konzept im Altmarkkreis als vorbildlich

Sorgenkind Deutsche Bahn

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Rund zehn Millionen Euro kostet der Personennahverkehr im Altmarkkreis jährlich.

cz Salzwedel. Das Rufbussystem habe sich bewährt und dem Landkreis einen „Vorzeige-Status” eingebracht – diese Bilanz in Sachen Personennahverkehr zieht Salzwedels Landrat Michael Ziche.

Ziel sei es, alle Orte im Altmarkkreis möglichst gut an das Nahverkehrsnetz anzuschließen. Dabei helfen kleinere Gefährte, die gerufen werden können und somit nach Bedarf in die Dörfer fahren. Aber auch überregionale Verbindungen, zum Beispiel nach Magdeburg, gehören zum Konzept.

Der Landrat betonte allerdings, dass soviel Mobilität seinen Preis habe. Über zehn Millionen Euro sind jährlich inklusive Schülerverkehr nötig. Das macht pro Einwohner im Altmarkkreis etwa 124 Euro aus. Der Landesdurchschnitt liegt bei 83 Euro. Bei der Finanzierung sind Kreis und Land gefragt. Allein über die Fahrpreise ließe sich das Angebot nicht aufrechterhalten. 400 000 Gäste nutzen den ÖPNV jährlich.

Michael Ziche kritisiert dabei die Deutsche Bahn. Angesichts des zweigleisigen Ausbaus der Strecke Salzwedel-Stendal sei nicht vermittelbar, dass gleichzeitig über die Schließung von Haltepunkten nachgedacht werde. Für ihn ist auch unverständlich, dass an der ehemaligen Amerikalinie in der Altmark nicht der gleiche Schallschutz wie in Niedersachsen angedacht sei. Ziche will versuchen zu verhindern, dass zum Beispiel die Pretzierer zu „Bürgern zweiter Klasse werden”.

Von Christian Ziems

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