Sonnenenergie vom alten Fliegerhorst verdoppeln

Solarpark-Pläne liegen vor: „Fuchsberg 2“ soll ans Netz

An die bestehende Photovoltaikanlage „Fuchsberg 1“ soll sich im Norden und im Süden die Anlage „Fuchsberg 2“ (schwarz-gestrichelte Linie) anschließen.
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An die bestehende Photovoltaikanlage „Fuchsberg 1“ soll sich im Norden und im Süden die Anlage „Fuchsberg 2“ (schwarz-gestrichelte Linie) anschließen.

Salzwedel – Sonnige Zeiten für den Salzwedeler Fuchsberg. Der auf dem Rollfeld des ehemaligen Fliegerhorstes gebaute Solarpark bekommt gewaltigen Zuwachs.

Das war schon von Anfang an – seit 2011 – so geplant, um die Freifläche des alten Militärgeländes für die Ökostromproduktion voll auszunutzen. Der erste Abschnitt erstreckt sich auf 120 000 Quadratmeter und ist seit 2015 am Netz. Seitdem erzeugt die Anlage 7,5 Megawatt.

Beide Pläne parallel bearbeiten

Nun soll im Norden und im Süden des bereits bestehenden Kollektorenfeldes angebaut werden. Auftraggeber ist – wie auch schon beim ersten Abschnitt – die Enerparc AG aus Hamburg. Der vorhabenbezogene Bebauungsplan dazu liegt am Montag, 2. März, ab 18 Uhr dem städtischen Bauausschuss im Hansezimmer zur öffentlichen Diskussion vor.

Und: Für den gerade erst aufgestellten Flächennutzungsplan muss ein Änderungsverfahren eingeleitet werden. Denn darauf sind die Flächen im Norden bislang nicht für Photovoltaik-Anlagen vorgesehen, sondern rangieren noch als Kiesabbau. Die Änderung des Flächennutzungsplanes und der vorhabenbezogene Bebauungsplan sollen parallel bearbeitet werden, sieht die Beschlussvorlage vor. Dem eigentlichen Bau steht eigentlich nichts weiter im Weg. Der Eigentümer der benötigten Flächen, Heiko Werner, stellt diese der Enerparc zur Verfügung, hat diese an das Hamburger Unternehmen auf 30 Jahre verpachtet. Das Vorhaben firmiert unter der Bezeichnung „Photovoltaik Fuchsberg 2“.

Zusammen mit dem bereits fleißig Sonnenstrom produzierenden „Fuchsberg 1“ soll am Ende auf 27 Hektar des ehemaligen Fliegerhorstgeländes 15 Megawatt Energie aus der Sonne getankt werden können. Ein ursprünglich mit ins Auge gefasstes Areal, das ebenfalls Heiko Werner gehört, ist inzwischen raus aus den direkten Sonnenstromplanungen. Gemeint ist der ehemalige, sechs Hektar große Garagenkomplex oder im Volksmund auch wegen der dort abgehaltenen Fahrschulübungen „Idiotenwiese“ genannt. Dort sollen keine Photovoltaik-Anlagen gebaut werden. Stattdessen ist das Gelände als Ausgleichsfläche für Ersatzpflanzungen vorgesehen. Auch dieses Gebiet hat die Hamburger Enerparc AG gepachtet.

Alte Rinderzuchtanlage liefert saubere Energie

Diese ist auch Betreiber einer Photovoltaik-Anlage bei Ritze. Zur Erinnerung: Die Enerparc AG hat dort die Jahr für Jahr immer mehr verkommenen Gebäude einer ehemaligen Rinderzuchtanlage aus DDR-Zeiten wegreißen lassen und anschließend auf 6,2 Hektar Solarpaneele aufstellen lassen.

VON HOLGER BENECKE

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