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So könnte die Zukunft aussehen: Bürgermeisterkandidaten stellten sich Fragerunde

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Von: Lydia Zahn

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Die Bürgermeisterkandidaten (v.l.) Olaf Meining (SPD), Hendrik Stiller (CDU), Nils Krümmel (Freie Wähler), Marco Heide (Die Linke) und Andi Scotland (AfD) bei der Fragerunde des Kleingartenvereins „Flögsand“ in Chüttlitz. © Zahn, Lydia

Die Gartenfreunde der Kleingartensparte „Flögsand“ hatten am Sonnabend nach Chüttlitz in ihr Vereinsheim eingeladen. Auf dem Programm stand die Jahreshauptversammlung. Doch nicht nur das. Als besondere Gäste waren die Bürgermeisterkandidaten geladen, die sich am 6. November dem Votum stellen.

Salzwedel – Los ging es erst einmal mit der eigentlichen Versammlung. Wie Vorstandsvorsitzender Bernd Pitterling verkündete, sei es ein gutes Jahr gewesen, in dem viel geschafft wurde. Aber auch Veranstaltungen wie ein Osterfeuer, ein Dart- und Romméturnier konnten ausgerichtet werden.

Und dann war es auch schon so weit, die erschienenen Vereinsmitglieder konnten ihre Fragen an die Bürgermeisterkandidaten Olaf Meining (SPD), Hendrik Stiller (CDU), Nils Krümmel (Freie Wähler), Marco Heide (Die Linke) und Andi Scotland (AfD) richten. Bernd Pitterling machte den Anfang und wollte von den Männern wissen, wie eine Zukunft für die Salzwedeler Vereine mit einem von ihnen als Stadtoberhaupt aussehen könnte.

Alle fünf Kandidaten begannen damit zu erzählen, inwiefern sie bereits am Vereinsleben beteiligt sind. So ist Krümmel Chef der Schützengilde, Heide Vorsitzender bei den Kickerfreunden, Stiller war lange Zeit Oberhaupt des SV Eintracht, zurzeit ist er Vorsitzender des Fördervereins Fußball des SV Eintracht, und Meining im Städtepartnerschaftsverein sowie Leiter der Karin-Witte-Stiftung.

Jeder von ihnen beteuerte, sich für die Vereine einsetzen zu wollen. Nils Krümmel sprach davon, die Bürokratiehürden zu senken. Marco Heide wolle Gruppen und Vereine zusammen bringen, damit alle an einem Strang ziehen könnten. Andy Scotland empfinde es als wichtig, dass der Bürgermeister sich auch bei solchen Versammlungen blicken lässt, um Probleme direkt mitzubekommen. Stiller und Meining sprachen sich dafür aus, wie wichtig das Ehrenamt und Vereine für die Gesellschaft wären, dass ohne sie vieles nicht funktionieren würde.

Auch beim Thema Fahrradwege waren sich alle fünf Kandidaten einig, dass etwas in und um Salzwedel passieren müsse. Stiller und Scotland erinnerten daran, dass die Stadt im Alleingang nur wenig ausrichten könne. Heide und Krümmel sprachen sich dafür aus, auf das Radwegekonzept des Altmarkkreises zu warten und dann erst weiter zu schauen, was noch gemacht werden kann und muss.

Bezüglich der Hinterlassenschaften der Vierbeiner vor allem in Parks führte Marco Heide aus, dass das Ordnungsamt kaum mehr tun könne. Er sei dafür, die Hundebesitzer zu sensibilisieren und mehr Entsorgungsmöglichkeiten zu schaffen. Das sah auch Nils Krümmel so: „Ich denke nicht, dass das Ordnungsamt das in den Griff bekommt. Genauso wie das Problem mit Zigarettenstummeln und dem Müll.“ Hendrik Stiller sehe eine groß angelegte Kampagne als notwendig, um das Problem zu lösen.

Als Abschlussfrage wollten die Gartenfreunde wissen, wo die Kandidaten den Salzwedeler Weihnachtsmarkt ausrichten würden. Meining wünsche sich den Markt über die ganze Stadt verteilt, Krümmel in der Burgstraße und Heide tendiert zum Marktplatz. Stiller führte an, die Bürger zu befragen, ob der Märchenpark eine Option sein könnte. Sollte das nicht dem Wunsch der Salzwedeler entsprechen, würde er sich ebenfalls wie Heide und Scotland für den Marktplatz aussprechen.

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