Nach Stadtgeister-Anschub eingeschlafen – jetzt überlebt

Smartphones ersetzen i-Punkt

+
Das Willkommensschild an der Arendseer Straße (B 190) begrüßt Touristen, leitet sie zu Salzwedels einzigem i-Punkt und macht auf ein Ereignis in der Stadt aufmerksam. 

Salzwedel. Die Hansestadt hat einen i-Punkt. Seit fast fünf Jahren. Damals war es eine Inititative der Stadtgeister. Sie wollten damit eine professionellere Touristenbetreuung in Salzwedel anschieben.

Zu diesem Zweck ließen die Stadtgeister eine gut sichtbare Tafel an der Arendseer Straße errichten. Die heißt Fremde willkommen, weist den Weg zum Informationspunkt und wirbt zugleich für ein gerade in der Stadt laufendes Ereignis. Wer sich über weitere Möglichkeiten in und um Salzwedel informieren will, muss den i-Punkt ansteuern. Dieser wurde an der SB-Tankstelle eingerichtet, sodass auch Wohnwagengespanne bequem einparken können.

An der SB-Tankstelle von Heike Burchardt gibt es zwar den einzigen Salzwedeler i-Punkt aber schon lange kein Informationsmaterial mehr.

Eigentlich sollte der erste i-Punkt, den die Stadtgeister auf ihre Kappe genommen haben, ein Anschub für die Stadt werden. „Weitere Standorte an den Stadtzufahrten waren bereits ins Auge gefasst. Die Brietzer Tankstelle (B 71) und Warthe-Tankstelle (B 248) kamen damals ins Gespräch. Doch dann schlief die Aktion ein, die Stadt setzte die Werbekampagne für Salzwedel, die die Stadtgeister ins Rollen gebracht hatten, nicht fort. „Das ist Sache der Stadtgeister“, war gestern auf Nachfrage aus dem Rathaus kurz und bündig zu hören.

Stadtgeister-Chef Dirk Apel zieht Resümee: „Die i-Punkte waren seinerzeit eine gute Idee, wurden aber nicht weiter ausgebaut.“ Heute noch einmal einen neuen Anlauf zu nehmen, hält Apel für nicht mehr zeitgemäß. „In Zeiten, wo jeder ein Smartphone oder Tablet besitzt, haben sich die i-Punkte überlebt“, sagt Apel. Er bedauert viel mehr, dass in Salzwedel noch immer keine Lösung für die Wohnmobil-Touristen gefunden wurde.

Von Holger Benecke

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare