Linksfraktion fordert Feuerwerksverbotszonen und zentralen Böllerplatz

Silvesternacht auf den Kämmereiteichen

Der Festplatz Kämmereiteiche könnte nach den Vorstellungen der Linken auch der zentrale Feuerwerksplatz in Salzwedel werden.
+
Der Festplatz Kämmereiteiche könnte nach den Vorstellungen der Linken auch der zentrale Feuerwerksplatz in Salzwedel werden.

Salzwedel – „Das Abbrennen von Feuerwerk ist in der Salzwedeler Innenstadt – innerhalb des Verlaufs der Stadtmauer – verboten. Die Stadt ist dazu verpflichtet, das Verbot durchzusetzen und empfindliche Strafen zu verhängen.

“ Diesen Antrag hat die Fraktion der Linken an den Stadtrat gestellt. Die Diskussion darum ist bereits im jüngsten Verkehrsausschuss entbrannt und auf die nächste Sitzung verschoben worden. Und auch der Hauptausschuss hatte das Thema gestern auf der Tagesordnung.

Stadtratsvorsitzender Gerd Schönfeld (Linke) plädierte für einen zentralen Platz, an dem die Salzwedeler ihre zugelassenen Feuerwerkskörper abbrennen können. „Wenn ich ein Verbot ausspreche, dann muss ich das auch kontrollieren“, konterte Bürgermeisterin Sabine Blümel. Das Verbot habe im vergangenen Jahr in Lüchow auch nichts genutzt. Dort sei im Zentrum eine Telefonzelle abgefackelt. Blümel: „Das sagt sich immer so leicht. Wo soll der Platz denn sein? Da müssen Polizei und Ordnungsamt in der Silvesternacht ausschwärmen.“

Doch Schönfeld ließ nicht locker. Salzwedel sei nicht die erste Stadt, die in ihrer Fachwerk-Innenstadt ein Böllerverbot durchsetzt. „Wenn die Ersten erhebliche Geldstrafen bezahlt haben, wird sich das rumsprechen“, so Schönfeld. Als zentralen Silvester-Feuerwerksplatz in Salzwedel nannte er die Kämmereiteiche.

Die Fraktion der Linken will aber auch, dass Ordnungsamt und Feuerwehr nicht nur in der Kernstadt, sondern auch in den Ortsteilen der Stadt untersuchen, ob es dort gefährdete Objekte gebe. Dann könne die Feuerwerksverbotszone auch ausgeweitet werden.

Die Linken wollen, dass die Ortschaftsräte mit in die Diskussion eingebunden werden und eine Stellungnahme an den Stadtrat schicken, ob sie ein Feuerwerksverbot in ihrem Dorf wünschen. (VON HOLGER BENECKE)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare