Eine der bekanntesten deutschsprachigen Bands gab der Altmark-Zeitung ein Exklusivinterview

Der Silbermond ist aufgegangen

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Trafen sich zum lockeren Interview: AZ-Reporterinnen Mirjam Benecke (2. v. l.) und Sandra Baumbach (2. v. r.) und die beliebte, deutsche Popband Silbermond aus Bautzen.

mir / san Salzwedel. „Gibt es eigentlich auch Fragen, die die Silbermonde gar nicht mögen?“ Kritisch blickt ihr Tourmanager auf unseren obligatorischen Fragezettel. „Klar, aber die müsst ihr selbst herausfinden“, fordert er uns auf.

Also auf ins kalte Wasser, kurzer Handschlag mit den Bandmitgliedern, Mikrofon in die Hand. Altmark-Zeitung meets Silbermond, Klappe die Erste.

Fotostrecke vom Konzert

Silbermond im "Hanseat"

Altmark-Zeitung: Ihr habt grade eine große Europatournee hinter euch, mit Station in Paris, London und Amsterdam. Was treibt euch zurück in deutsche Kleinstadtclubs?

Stefanie Kloß (Sängerin): Gerade im deutschsprachigen Bereich gibt es viele Städte, wo wir noch nie gespielt haben und unbedingt hin wollen. Außerdem kann man in Deutschland nicht genug spielen und es ist ganz angenehm, eine kleine Clubtour zu machen, bevor es bald in die großen Hallen geht.“ AZ: Vor acht Jahren, kurz nach eurem großen Durchbruch, machtet ihr zum ersten Mal Halt in Salzwedel. Was hat sich seitdem musikalisch bei euch verändert?

Andreas Nowak (Schlagzeuger): „Sie ist um einiges besser geworden, denn man verändert sich in dieser langen Zeit auch als Mensch. Und da die Musik ein Teil von uns ist, verändert sich diese mit uns. Auch sind die Texte vielschichtiger und die Musik dynamischer und tiefer geworden.“

AZ: Wie ist das mit euren Fans? Reifen sie mit euch oder dominieren die Neueinsteiger bei den Konzerten?

Johannes Stolle (Bassist): „Bei den Konzerten sehen wir immer viele bekannte Gesichter. Und das seit zehn Jahren! Natürlich sind auch neue Fans dabei und es ist besonders schön, die Leute auf den Konzerten zu beobachten.“

AZ: Seht ihr auf euren Konzerten die Fans als Einzelne oder mehr als gesichtslose, breite Masse?

Stefanie Kloß: „Speziell bei der Clubtour kann man in die Gesichter der Fans schauen. Man sieht ihnen regelrecht an, in welcher Stimmung sie sind, ob sie einen anstrengenden Tag hatten oder sie gerade ein Bier holen wollen. In den großen Hallen hat man natürlich einen anderen Blickwinkel, man denkt in anderen Größenverhältnissen. Aber bei jedem Konzert ist das Prinzip dasselbe – wenn die Leute nicht da wären, wären wir auch nicht da. Eine Art Gemeinschaftsding.“

AZ: Spielt ihr lieber in kleinen Clubs oder in großen Konzerthallen?

Thomas Stolle (Gitarrist): „Beides ist gut, wir machen da keine Unterschiede. In kleinen Club ist die Atmosphäre eine andere, es ist warm, stickig und man schwitzt. In den Hallen ist hingegen alles klimatisiert. Es hat also beides Vor- und Nachteile.“

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