Shoppen bei Lichterschein

Einkaufsnacht im November statt Salzkugelrennen

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Bis 22 Uhr haben am Freitag, 5. November, die Geschäfte in Salzwedel geöffnet.
  • VonLydia Zahn
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  • Arno Zähringer
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Was die Spatzen bereits von den Dächern pfiffen, ist nun Gewissheit: Die Lichternacht fällt neben dem Nysmarkt der Pandemie zum Opfer. Jedoch wird es eine Einkaufsnacht mit Lichterschein geben.

Salzwedel – Auch in diesem Jahr heißt es für die Salzwedeler wieder stark sein. Nicht nur der Nysmarkt muss aufgrund der Corona-Pandemie wieder ausfallen. Das Virus hatte im vergangenen Jahr bereits dafür gesorgt, dass dieser sowie der Weihnachtsmarkt nicht ausgerichtet werden konnten. Zwar wird es auch keine Lichternacht geben, aber wie bereits 2020 wird daraus eine Einkaufsnacht im November.

Bereits vor knapp drei Wochen hatte Jost Fischer, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, das Aus der Lichternacht – zum zweiten Mal übrigens – für dieses Jahr angedeutet (wir berichteten). Bei Dunkelheit sei es nicht möglich, die Kontrolle über geltende Corona-Verordnungen zu behalten, wenn sich die Menschen an den Brücken treffen.

Deshalb müsse auf das beliebte Salzkugelrennen verzichtet werden, das bislang achtmal auf der Jeetze ausgerichtet wurde. Auch die Boote, die im Kerzenschein über das Flusswasser treiben, können nicht an den Start gehen. „Wir haben mit der Katharinengemeinde Rücksprache gehalten. Das Lichterlabyrinth wird es in der Kirche dieses Jahr auch nicht geben“, erklärt Fischer im Gespräch mit der AZ.

Jost Fischer, Vorsitzender der Werbegemeinschaft.

Dafür soll eine Einkaufsnacht mit Lichterschein am 5. November ausgerichtet werden. Bis 22 Uhr kann in den Geschäften in der Salzwedeler Innenstadt bei „interessanten Überraschungen“ geshoppt werden. „Die Einzelhändler machen das für sich und nach eigenem Ermessen. Was diese genau planen, kann ich also nicht sagen. Wir stellen nur die Plattform, indem wir das Neuperver Tor und den Rathausturm anstrahlen“, sagt der Vorsitzende. Nachdem er lange hin- und her überlegt habe, war er sich sicher, es müsse, wenn schon keine Lichternacht, wenigstens wieder eine Einkaufsnacht geben. „Die Einzelhändler haben sich das so sehr gewünscht und dem wollten wir nachkommen“, erzählt Fischer.

Eine Hoffnung möchte der Werbefachmann aber noch nicht aufgeben. „Sollte sich noch etwas ergeben, also die Verordnungen gelockert werden, könnte ich mir vorstellen, kurzfristig einen Lampionumzug zu organisieren. Das schafft man auch noch zwei Wochen vorher“, ist sich Fischer sicher. Aber: „Zurzeit sind wir von den Inzidenzwerten noch zu hoch. Das heißt, wir müssen abwarten.“ An seinem Ziel, im kommenden Jahr 2022 wieder eine „normale“ Lichternacht ausrichten zu können, so „wie wir es kennen“, hält Fischer weiterhin fest.

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