Nach Gammertinger Rede im März zum Spätsommerfest in die „Dagegen-Republik“ Salzwedel

1. September: Merkel bringt Haseloff mit

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hob Salzwedel. Die Union will mit den Bürgern ins Gespräch kommen. Aus diesem Grund gibt es wieder ein Spätsommerfest der Landes-CDU. Diesmal in Salzwedel. Und dazu wird auch die Bundesvorsitzende der Partei und Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet (wir berichteten).

Zwischen 14 und 17 Uhr soll am Donnerstag, 1. September, auf dem Salzwedeler Marktplatz gefeiert werden. Für den guten Ton sorgt die City Jazz Band aus Magedeburg. Welche Töne Angela Merkel anschlägt, ist noch offen. Beim letzten Mal, als sie von Salzwedel sprach, hatte sie die alte Hansestadt als „Dagegen-Republik“ bezeichnet. Das war während einer Wahlkampftour im März dieses Jahres im baden-württembergischen Gammertingen. Begründet hatte Merkel das damit, dass die einstige Hansestadt, eine mittelalterliche Metropole, heute im Schatten der Weltgeschichte liege. Salzwedel hat zwar einen Bahnhof, aber habe den Anschluss verpasst, so die Kanzlerin damals. Auch die Arbeitslosenzahlen gäben keinen Anlass zur Freude, sie seien zweistellig. Und es würde niemanden wundern, so Merkel in Gammertingen über Salzwedel, dass „Linke, Grüne und Sozialdemokraten im Stadtrat herrschen“.

Die entrüsteten Salzwedeler forderten eine Entschuldigung. Auch Einladungen wurden ausgesprochen, damit die Kanzlerin sich die von ihr geschmähte Stadt einmal ansehen kann. Nun kommt die CDU-Bundesvorsitzende und es wird sich zeigen, ob sie sich entschuldigt oder ihre Gammertinger Rede verteidigt.

Im Gefolge von Angela Merkel sind Landesvorsitzender Thomas Webel, Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff und der Vorsitzende des CDU-Verbandes Altmarkkreis Salzwedel, Hans-Heinrich Jordan.

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