Fischer-Park mit neuen Attraktionen / Brücke über die Jeetze im Visier

Senioren kuscheln mit Alpakas

Alpaka
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Reichlich Streicheleinheiten: Alpaka Corinna war der Star im Seniorenheim „Am Karlsturm“.
  • Holger Benecke
    VonHolger Benecke
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Montagabend gab es Tiernachschub im Fischer-Park. Zwei Lamas wurden auf den Wiesen an der Wiesenstraße ausgeladen. Die neugierigen Tiere nahmen ihr neues Domizil mit ein paar munteren Sprüngen in Besitz. „Es läuft sehr gut. Wir haben am Sonntag keinen Stuhl frei gehabt“, sagte Jost Fischer, der seinen Tierpark zum Kindertag am 1. Juni eröffnet hat.

Salzwedel - Die Kinder sind natürlich die meisten Besucher. Kein Wunder, denn Fischer hat seinen Tierpark auch auf sie zugeschnitten: „Ich finde es toll, wenn Kinder zur Natur herangezogen werden.“ So haben Schulklassen und Kindertagesstätten freien Eintritt. „Was fleißig genutzt wird“, freut sich Fischer. Und weiter: „Am Wochenende sehe ich die Jungen und Mädchen meist wieder, wenn sie ihre Eltern mitbringen und denen alles erklären.“

Die Tiere aus dem Fischer-Park waren für die Senioren eine willkommene Abwechselung. Jürgen Letzas und Jost Fischer hatten die Idee zu der Aktion.

Kindern Natur nahebringen

Doch auch die Alten hat Fischer nicht vergessen. In der vergangenen Woche hat er seine Alpakas an die Leine genommen und ist mit diesen zum Pflegeheim „Am Karls-turm“ marschiert. Dort gab es ein großes „Hallo“ bei den Bewohnern, denen über die tierische Abwechslung durch die süßen Vierbeiner die Freudentränen in den Augen standen.

Hüpfburg für die Kinder, Erfrischungen für die Eltern: Imbiss und Toiletten ergänzen das Tierparkgelände.

Rund 60 exotische und heimische Tiere hat Jost Fischer auf seinem Areal an der Wiesenstraße. „Naturnah bzw. naturbelassen mit großzügigen Gehegen“, umreißt der Zoodirektor. „Da muss man manchmal schon ein Stückchen laufen, um ein Tier zu treffen“, lacht er. Ganz wichtig ist für ihn die Fütterung. „Das wollen die Kinder natürlich alle machen. Aber wenn sie das den ganzen Tag lang tun würden, würden die Tiere abends aussehen, als wenn sie tragend sind.“ Deshalb gibt es Futtertüten.

Zum einen, damit die Tiere wirklich nur auf sie zugeschnittenes Futter bekommen. Und zum anderen ist dieses ein „im Nährwert minderwertiges Futter, damit die Tiere nicht verfetten“, erläutert Fischer, der die spezielle Nahrung über den Fachhandel bezieht. Und: Auf den Tüten liegt Pfand, damit diese auch zurückgebracht werden und nicht im Gelände herumliegen, wo sie die Tiere dann fressen könnten.

Hüpfburg, Eis und Bockwurst

Zudem hat Fischer sein Parkprogramm weiter ausgebaut. An den Wochenenden wird eine Hüpfburg aufgestellt. „Das finden vor allem die Eltern gut, denn die Kinder sind beschäftigt, und sie selbst können in Ruhe einen kleinen Imbiss oder ein Eis genießen“, kommentiert der Tierparkbesitzer. Denn dort gibt es eine Versorgung, um die sich Nils Krümmel kümmert. Und: Seit der vergangenen Woche gibt es im Tierpark an der Wiesenstraße auch eine Toilette.

Spaß für die ganze Familie: Corinna (von vorn), Victor, und Sissy lassen sich gern an die Leine nehmen.

Jost Fischer hat noch ein weiteres Projekt auf der Pfanne. Er hat schon mit dem Altmarkkreis Kontakt aufgenommen, möchte gern eine Brücke über die Jeetze schlagen – zwischen Tierpark und künftigem Camper-Stellplatz am Nachtweidenweg. „Eine geprüfte und zugelassene Behelfsbrücke für Fußgänger, die man beispielsweise im Winter auch wieder wegnehmen kann“, erläutert er sein Vorhaben. „Ich habe auch schon an ein Floß gedacht, das man selbst hin- und herziehen kann“, will er eine Symbiose zwischen beiden Angeboten schaffen.

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