39 Streckers erkunden die Altmark / Verband mit 90 Mitgliedern widmet sich der Ahnenforschung

Seit 120 Jahren im Namen der Familie

Ein Erinnerungsbild in der Baumkuchenstadt Salzwedel: Alle zwei Jahre wird die Heimat eines Mitgliedes kennengelernt. Andreas Strecker aus Salzwedel organisierte das Treffen für die 39 Mitglieder in diesem Jahr. Foto: Friedrichs
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Ein Erinnerungsbild in der Baumkuchenstadt Salzwedel: Alle zwei Jahre wird die Heimat eines Mitgliedes kennengelernt. Andreas Strecker aus Salzwedel organisierte das Treffen für die 39 Mitglieder in diesem Jahr. 

Salzwedel. Es ist eine lieb gewonnene Tradition – und das schon seit 120 Jahren. Bei den 38 Männern, Frauen und Kindern aus ganz Deutschland und darüber hinaus, die sich am Wochenende in Salzwedel trafen, nimmt die Familie eine ganz besondere Stellung ein.

Sie müssen nicht unmittelbar miteinander verwandt sein – es ist der Nachname, der sie alle miteinander verbindet. Alle sind Träger des Namens „Strecker“.

Aus diesem Grund wurde 1887 der Strecker-Familienverband gegründet. Ganz oben in der Satzung steht natürlich die Ahnenforschung. Einige Mitglieder haben die Familienforschung zu ihrem Hobby erkoren. Auch anderen wird geholfen, mehr über ihre Vorfahren herauszufinden. „Lückenlos zurückverfolgen können wir unseren Namen bis circa 1350. Der Bürgermeister von Heiligenstadt hieß Hans Strecker“, weiß der Mainzer und 1. Vorsitzende, Hartmut Strecker. Der Namensursprung, so war zu erfahren, liege bei den Glasbläsern im Thüringer Wald.

Alle zwei Jahre kommen die Streckers zusammen und veranstalten einen Familientag. Dabei wird die Heimat eines Mitgliedes kennengelernt. In diesem Jahr war erstmalig Salzwedel dran, Mitglied Andreas Strecker stammt aus der Altmark und hatte vier erlebnisreiche Tage geplant. „Wir waren im Freilichtmuseum in Diesdorf und haben uns das Schloss Döbbelin angeschaut“, erzählt Fritz Streckhardt. Sein Name ist eine Abwandlung, ursprünglich hießen seine Ahnen allerdings ebenfalls Strecker. Ingo Strecker aus Emmerthal hat sich in den Charme der Salzwedeler Altstadt nach einer Stadtführung verliebt. „Wirklich eine hübsche Stadt“, sagt er. Im kommenden Jahr, das steht bereits fest, wird sich der Familienverband in München treffen. Denn weitsichtige Vorausplanungen sind bei rund 90 Mitgliedern wichtig.

39 davon haben es in diesem Jahr zum Familientag geschafft. „Die jüngsten sind ein Jahr alt, das älteste anwesende Mitglied ist 86“, weiß Hartmut Strecker. Er hofft, dass auch in der Altmark weitere Streckers leben, die auf den Familienverband aufmerksam werden. Das umfassende Archiv, dass sich mit den Jahren entwickelt hat, würde so noch weiter wachsen. Sie können sich bei ihm melden: per E-Mail an hcstrecker@t-online.de oder unter der Adresse: Veilchenweg 23, 55126 Mainz.

Von Melanie Friedrichs

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