Die Brummis im Blick

Schwerlastverkehr in den Dörfern um Salzwedel – Ortspolitik will reagieren

Schwerlastverkehr im Minutentakt auf der Chüdenallee in Ritze: Nach dem Ende der großen Bauarbeiten in Salzwedel sollen die Straßen überprüft werden.
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Schwerlastverkehr im Minutentakt auf der Chüdenallee in Ritze: Nach dem Ende der großen Bauarbeiten in Salzwedel sollen die Straßen überprüft werden.

Ritze / Pretzier – Ob der Warnbaken-Hindernisparcours auf der Chüdenallee in Ritze seine verkehrsberuhigende Wirkung entfalten konnte, werden die Anwohner am besten beurteilen können.

Mit dem absehbaren Ende der Großbaustelle in Salzwedel, die wochenlang eine wichtige Durchfahrt blockierte und die Schwerlaster auf alternativen Routen durch die Dörfer trieb, wollen nun andere ganz genau hinschauen.

Einer davon ist Chüdens Ortsbürgermeister Detlef Korneck. Wenn die Baumaßnahme beendet ist, wolle er die Straßen in Groß Chüden und Ritze auf Schäden überprüfen, kündigte er an. Damit punktuell auch wieder repariert werde. Die Baken selbst kommen wieder weg, blickte Korneck voraus.

Im benachbarten Pretzier, wo die Lkw von der B 190 in Richtung Groß Chüden abbiegen, haben sich die örtlichen Politiker ebenfalls mit dem Thema beschäftigt. Während das erhöhte Aufkommen von Lastern auf einer Bundesstraße in Pretzier nichts Ungewöhnliches ist, stören sich die Leute am mitunter hohen Tempo. Vor dem Altenheim an der Groß Chüdener Chaussee bremse keiner ab, hieß es. Ebenso wie der Verkehr von Stappenbeck. Ein oder zwei Geschwindigkeitstafeln dort wären eine gute Sache, findet Ratsherr Frank Pieper, der dort am Ortsende auch wohnt. Die Ortschaft besitzt zwar eine solche Messtafel, die aber offensichtlich seit längerer Zeit defekt und nicht mehr reparabel ist. Bei dem Tempo, mit dem Lkw parkende Autos auf der Pretzierer Dorfstraße umkurven würden, fürchtet Pieper um die Gesundheit von Schulkindern, die sich dort bewegen.

Ähnlich wie in Cheine gibt es in Pretzier den Wunsch, das Tempo für Lkw auf der B 190 im Ort, sprich Krangener und Ritzlebener Straße, zwischen 18 und 6 Uhr auf 30 Stundenkilometer zu senken. Technisch sei das möglich, hieß es zuletzt im Ortschaftsrat; eine Anfrage ans städtische Bauamt soll Klarheit bringen. Seit der Sanierung der Bundesstraße vor einigen Jahren klagen Anwohner über klappernde Gullydeckel auf der Fahrbahn. VON JENS HEYMANN

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