Stendaler Programm hat in der westlichen Altmark Entwicklungspotenzial

Schwerer Stand für Theater im Salzwedeler Kulturhaus

Das Theater der Altmark ist mehrmals im Jahr im Salzwedeler Kulturhaus – wie hier mit dem gestiefelten Kater – zu sehen. Kommunalpolitiker aus dem Landkreis Stendal plädieren aber für mehr Auftritte. Foto: AZ-Archiv
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Das Theater der Altmark ist mehrmals im Jahr im Salzwedeler Kulturhaus – wie hier mit dem gestiefelten Kater – zu sehen. Kommunalpolitiker aus dem Landkreis Stendal plädieren aber für mehr Auftritte.
  • VonChristian Ziems
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Salzwedel. Im Stendaler Kreistag gab es den Hinweis, Salzwedel und die westliche Altmark sollten das heimische Theater doch mehr buchen. Im Salzwedeler Marketingausschuss wurde am Dienstag darauf reagiert.

Grundsätzlich wollen die Kommunalpolitiker den Erhalt des Theaters der Altmark in Stendal. Kulturamtsleiter Joachim Mikolajczyk begründete aber auch, warum die Schauspieler aus dem Nachbarkreis nicht häufiger auf der Salzwedeler Bühne agieren.

Das angebotene Programm des Ensemble spiele dabei eine Rolle. Dieses beschränke sich auf Schauspiel. Dies bedauert Joachim Mikolajczyk. Denn das Publikum in der westlichen Altmark mag zunehmend lieber andere Genres wie zum Beispiel Operette oder Musical. Der Kulturamtsleiter verweis aber darauf, dass das Theater der Altmark in Zusammenarbeit mit anderen Ensembles durchaus das Angebot erweitere. Darüber hinaus gebe es für den Betrieb des Salzwedeler Kulturhaus einen gewissen Bildungsauftrag, klassische Theaterstücke anzubieten. „Es ist aber schwer, Schüler für Stücke wie Nathan der Weise zu begeistern“, argumentierte Joachim Mikolajczyk. Zumal der Altmarkkreis Gelder für solche Auftritte, die sonst direkt an die Stadt flossen, vor einigen Jahren gestrichen habe. Dies mache es schwieriger, das Theater der Altmark zu buchen. Kompliziert auch deshalb, da das Haus aus DDR-Zeiten beim Sanieren in den 90iger-Jahren die nötige Ausstattung und Technik bekommen hat, um Theaterkunst in allen Formen zeigen zu können. Dies ist in dieser Form im gesamten Altmarkkreis einmalig.

Stadträtin Gabriele Gruner, die auch der Kreistagsfraktion der Partei Die Linke vorsteht, sieht beim Erhalt des Ensembles ebenfalls den Altmarkkreis verstärkt mit im Boot. Sie erwähnte zudem, dass das Theater der Altmark außerhalb des Salzwedeler Kulturhauses in der Region präsent ist und von der Bevölkerung genutzt wird. Und zwar mit speziellen Klassenzimmerstücken für jüngeres Publikum in Schulen. Stadtrat Norbert Hundt (SPD) ergänzte, dass er als Schulleiter mit dem Theater erst jüngst für die Salzwedeler Bildungsstätte Comenius einen neuen Vertrag abgeschlossen habe.

Von Christian Ziems

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