Abiturienten unterstützen und betreuen Flüchtlinge

Schüler helfen in der Salzwedeler Notunterkunft

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Jonas Thunecke (v.l.), Josephin Müller, Julia Krüger, Linda Lütkemüller und Isabell Posselt spielen mit Rizk Almhameed (2), der mit seinen Eltern in der Kollwitz-Halle untergekommen ist.

Salzwedel. „Wir wollen auch einfach unseren Beitrag leisten und den Menschen, die hier mit nichts ankommen, etwas geben“, erzählt Josephin Müller.

Die 17-jährige Abiturientin vom Jahn-Gymnasium engagiert sich mit vier Schulkameraden in der Notunterkunft Kollwitz-Turnhalle.

Nicht nur die Kinderbetreuung haben sich die fünf Jugendlichen auf ihre Fahne geschrieben. „Wir sind für alle da und bieten ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte“, so Jonas Thunecke. Gestern gab es für die freiwilligen Helfer allerdings wenig zu tun. 15 Flüchtlinge wurden in der Gemeinschaftsunterkunft Fabrikstraße und in eigenen kleinen Wohnungen untergebracht. Für heute sind wieder Familien angekündigt, die in der Turnhalle unterkommen.

Das größte Hindernis für die fünf Schüler ist die Sprachbarriere, denn viele Flüchtling können nur Arabisch, ein paar sprechen ganz gut Englisch. „Wir verständigen uns mit einem Übersetzungsprogramm auf dem Handy, das klappt ganz gut“, erklärt Linda Lütkemüller. Die Schülerin lernt nebenbei über Bekannte aber auch einige Brocken Arabisch.

Über das Deutsche Rote Kreuz (DRK), und ihre Mutter Simone, die beim DRK tätig ist, kamen Josephin und ihre Mitstreiter auf die Idee, zu helfen. „Neben der Schule und unseren Hobbys wie Tanzen, Fußball und Volleyball haben wir doch genug Zeit“, erzählen die Fünf.

Mehrmals in der Woche wollen die Jugendlichen nun in kleinen Gruppen in der Turnhalle vorbeischauen. „Wer mitmachen und uns unterstützen will, kann gerne mitmachen. Jeder der hilft, ist ein Gewinn“, ist sich Isabell Posselt sicher.

Von Katja Lüdemann

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