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Schüler erhielten im Salzwedeler Revier Einblick in die Polizeiarbeit

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Von: Armon Böhm

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Schüler lernen durch gestellten Tatort über Kriminaltechnik
Kriminalkommissar Robin Friede (r.) erklärte den Schülern, die von diversen Schulen im Altmarkkreis Salzwedel kamen, anhand eines gestellten Tatorts die Arbeit von Kriminalpolizei und -technik. © Böhm, Armon

Vom Anprobieren einer Schutzweste bis zum Streicheln eines Spürhundes. Schüler erhielten am Samstag einen Einblick in das Polizeirevier Salzwedel und lernten dabei die verschiedenen Bereiche der Polizeiarbeit kennen.

Salzwedel – Durch das Projekt „Tage in der Praxis“ und das Programm „Nachwuchsfahndung“ der Polizei Sachsen-Anhalt konnten Schüler diverser Schulen im Altmarkkreis Salzwedel am Sonnabendmorgen das Polizeirevier Salzwedel in Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Stendal besuchen. Mehrere Stationen ermöglichten dabei einen Einblick in die Ausrüstung eines Polizisten oder einer Polizistin, in die Kriminaltechnik, in den Reviereinsatzdienst und in noch vieles mehr.

„Es freut mich, dass so viele gekommen sind“, eröffnete Polizeirätin Tina Beck, die das Salzwedeler Polizeirevier leitet, ihre Ansprache. Bei der Veranstaltung habe es sich um ein „Pilotprojekt“ gehandelt, das nur mithilfe der Stendaler Polizeiinspektion verwirklicht werden konnte. Zusammen habe man die verschiedenen Stationen auf die Beine gestellt, die sich die Schüler ab der 8. Klasse aufwärts frei auf dem Gelände angucken konnten.

Schülerin probiert Polizeiausrüstung an
Polizeimeisterin Claudia Kukulka (r.) ließ die neugierigen Schülerinnen und Schüler die Polizeiausrüstung nicht nur angucken, sondern auch selbst anprobieren. © Böhm, Armon

Ausrüstungsanprobe

Bei der Polizeimeisterin Claudia Kukulka konnte nicht nur die in manchen Fällen nötige Polizeiausrüstung betrachtet, sondern auch gleich selbst anprobiert werden. Von der schusssicheren Weste über Arm- und Beinschienen bis hin zum Helm. Selbst ein Tonfa (Schlagstock mit Quergriff) konnte, natürlich unter Anleitung der Polizistin, ausgerüstet werden. Kukulka demonstrierte zudem eindrucksvoll, wie man durch Schwung- und Schlagbewegungen potenzielle Angreifer auf Abstand halten kann. „Viele denken immer, dass die nur zum Niederknüppeln sind, aber oft dienen sie einfach zum Distanz schaffen“, erklärte die Polizeimeisterin.

Kriminalkommissar Robin Friede bot durch einen nachgestellten Tatort einen Einblick in die Kriminaltechnik, wobei er den Schülern erzählte, dass jeder Arbeitstag neue Überraschungen mit sich bringen könne. Eine Station weiter zeigte ein Polizeikommissaranwärter die Anwendung und Funktionalität eines Drogenschnelltests. Hundeführerin Tiffany Petters stellte wiederum ihren Spürhund Fritz, bei dem es sich um einen Deutschen Schäferhund handelt, vor. Sie erklärte seine und auch ihre Aufgaben innerhalb der Polizei.

Schüler mit Rauschbrille
Achtklässler Richard Bollenhagen griff beim Schlüssel-Aufheben durch die Rauschbrille manchmal daneben. © Böhm, Armon

Revierbesichtigung

Natürlich dufte aber auch ein Blick in das Polizeirevier und den Reviereinsatzdienst nicht fehlen. Dafür führte Polizeihauptkommissar Mike Stickel die Schüler zur Wache und in die Zellen. Wer interessiert war, konnte sich beim Präventionsbeamten Norman Wagner über Ausbildungen informieren.

Zudem hatte Wagner einige Herausforderungen mit einer Rauschbrille vorbereitet. Damit konnte beispielsweise der Achtklässler Richard Bollenhagen von der Lessing-Schule versuchen, auf einer geraden Linie zu laufen, Autoschlüssel aufzuheben und ein Steckspiel zu lösen.

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