Waldbad Liesten ist nach 25 Jahren reif fürs Sanieren

Schluss für die Saison

Ein schlichter Hinweis am Eingang zeigt es an: Das Waldbad ist geschlossen. Bis Ende Juni hatten rund 1500 Gäste dort gebadet.
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Ein schlichter Hinweis am Eingang zeigt es an: Das Waldbad ist geschlossen. Bis Ende Juni hatten rund 1500 Gäste dort gebadet.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Liesten / Salzwedel. Ganz am Ende der Mitteilung aus dem Rathaus von Montag, in der das Saisonaus des Waldbades Liesten mitgeteilt wurde (wir berichteten), steht: „Das ist ausdrücklich keine Aussage für die Zukunft.

Gäste müssen draußen bleiben: Das Waldbad Liesten erlebt in diesem Jahr eine denkbar schlechte Saison. Erst der holprige Start, dann kühles Wetter und nun das Aus aufgrund von Sicherheitsmängeln. Die Anlage muss saniert werden – offen ist, ob die Stadt das nötige Geld dafür in die Hand nehmen kann und / oder will.

Die Verwaltung wird die Erneuerung des Waldbades Liesten in die Haushaltsdiskussion 2017 einbringen. “ Aufgegeben – zumindest offiziell – soll die aus dem Jahr 1971 stammende Freizeitanlage an der Kreisstraße in Richtung Königstedt also nicht. Doch die Zeit drängt. Denn der Zahn der Zeit hat kräftig am Waldbad genagt. Das ist spätestens in diesem Jahr allen Beteiligten klar geworden, nachdem beim Reinigen mit der Wurzelbürste die Beckenfliesen gleich reihenweise abgeflogen oder zersplittert sind. Was, nüchtern betrachtet, aber auch nicht verwundert, schließlich lässt eine grundhafte Sanierung mittlerweile länger auf sich warten als damals nach der Wende die erste.

Die „dringend notwendige technische Modernisierung der Anlage“ hat die Stadtverwaltung nach einer neuerlichen Besichtigung festgestellt und nun die Notbremse gezogen. Neue Schäden seien im Fliesenbereich aufgetreten, dazu Löcher im Fußboden, Stolperstellen und Unebenheiten. Aufgrund von Vorschriften und Regeln für das Betreiben von Bädern sehe die Stadtverwaltung keine andere Möglichkeit, als das Waldbad zu schließen.

In Liesten selbst wird die neue Lage noch verarbeitet. Sehr ruhig sei es im Dorf, meinte gestern Ortsbürgermeister Ulrich Keitel doppeldeutig. Wie die Ehrenamtlichen rund um das Waldbad nun reagieren wollen, ließ er offen. Und wollte sich zunächst am Abend mit anderen zusammensetzen.

Von Jens Heymann

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