Ab sofort 50 auf der Thälmann-Straße / Ab Mittwoch eine Spur dicht / Ab September einspurig im Kreisel

B 71 n: Schluss mit Karambolagen

Die Verkehrsführung an der Thälmann-Straße ab Mittwochabend: Schon jetzt gilt auf der gesamten Piste 50 – die 60-km/h-Schilder sind weg. Wer aus der Stadt kommt, muss die Vorfahrt gewähren. Ein 100 Meter langer Sperrstreifen auf der rechten Fahrbahn hinter Aral soll schwere Unfälle verhindern. Grafik: Polizei

Salzwedel. „Wir haben Druck gemacht, dass endlich etwas passiert. “ Altmarkkreis-Dezernent Hans Thiele legte gestern zusammen mit André Kriegbaum und Manfred Richter von der Polizei die neuen Thälmann-Straßen-Pläne vor. „Es gilt nun generell 50 km/h“, so Thiele.

Ab wann? „Ab sofort. Die 60-Schilder sind schon weg. “ Dass Thiele trotz neuer Tempobeschränkung in seinem Tempo weitermachen will, wird bereits am morgigen Mittwoch deutlich. Dann rückt eine Markierer-Kolonne an und wird die rechte Fahrbahn der Thälmann-Straße hinter der Aral-Tankstelle stadtauswärts zirka 100 Meter als Sperrfläche kennzeichnen. Fahrzeuge, die aus der Stadt kommen, fahren dann wie auf einer Seitenstraße auf die B 71 n, müssen notfalls am Sperrstreifen anhalten, um dem vom Schillerstraßen-Kreisel kommenden Verkehr die Vorfahrt zu gewähren.

„Es gilt kein Reißverschluss-prinzip“, machte Manfred Richter deutlich. Und André Kriegbaum wies darauf hin, dass am Beginn des Sperrstreifens eine Schikane eingebaut wird. Zudem werden die aus Richtung Kreisel kommenden Verkehrsteilnehmer mit einem Achtung-Schild auf die neue Situation aufmerksam gemacht. Wer aus Richtung Karl-Marx- oder Brückenstraße kommt, wird per Schild darauf hingewiesen, dass er die Vorfahrt zu gewähren hat. „Die Fundamente für die Schilder wurden vor 14 Tagen gegossen, die Pfeiler stehen bereits, die Verkehrszeichen müssen nur noch angeschraubt werden“, ergänzte Thiele.

Doch das ist nur Schritt 1. Etwa Mitte Spetember soll auch der zweite Unfallschwerpunkt – der Schillerstraßen-Kreisel selbst – entschärft werden. Die linke Fahrspur aus Richtung Magdeburg in den Kreisverkehr soll etwa ab Mitte der Schallschutzwand ebenfalls Sperrfläche werden. Vom Lokschuppen-Kreisel zum Schillerstraßen-Rondell soll vor letzterem die rechte Fahrspur gesperrt werden, sodass der Kreisel von allen Seiten nur noch einspurig befahren werden kann. Dazu gehört auch, dass die Einmündung aus Richtung Stadtzentrum etwa 1,50 Meter nach links gerückt wird. Zudem ist eine Sperrfläche um das innere Rondell vorgesehen.

Hintergrund der Maßnahmen sind die durchschnittlich 17 Verkehrsunfälle jährlich im Kreisel wie auch an der Aral-Tankstelle. Dort sind es in diesem Jahr bereits 14. Hans Thiele untermauert: „Das sind die einzigen Unfallschwerpunkte im Altmarkkreis im zweistelligen Bereich.“

Von Holger Benecke

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