Schleppender Start nach dem Umzug an die Buchenallee

Schlangen vorm Impfzentrum

Schlange
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Wer es bis in den Vorraum geschafft hatte, war schon mal erleichtert: Zeitweilig warteten gestern zwischen 100 und 150 Impfwillige auf ihre Erst-, Zweit- oder Auffrischungsimpfung. Erst als der Kreis einen zweiten Arzt schickte, entspannte sich die Lage.
  • Ulrike Meineke
    VonUlrike Meineke
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Der erste Tag nach dem Umzug des Salzwedeler Impfzentrums von der Bahnhofstraße in den ehemaligen Rossmann-Markt an der Buchenallee ist mit langen Wartezeiten für Impfwillige angelaufen. Am Vormittag warteten zeitweilig 100 bis 150 Menschen bis zu zwei Stunden auf ihre Erst-, Zweit- oder Auffrischungsimpfung. Erst als der Altmarkkreis auf die Situation reagierte und einen zweiten Arzt schickte, entspannte sich die Lage. Bis dahin hatten allerdings mindestens 30 bis 40 Impfwillige verärgert auf den Hacken kehrtgemacht.

Salzwedel - In der Schlange, die sich weit in den Flur der Altmarkpassage erstreckte, standen Vertreter alle Altersklassen – von Jugendlichen bis zu alten Menschen, die mit Begleitpersonen kamen und denen das Warten sichtlich schwerfiel. Hilfsbereite Frauen und Männer holten den Älteren einen der harten Holzstühle aus dem Warteraum.

„Unzumutbar“

Für Erst- und Auffrischungsimpfungen waren Formulare auszufüllen, die in zwei Pappkartons bereit lagen. Viele hatten Fragen, fanden aber niemanden, der hätte Auskunft geben können. Auch Toiletten suchten die Wartenden vergeblich. Alles in allem war es für die meisten eine unbefriedigende Situation. „Überall werden wir aufgefordert, uns impfen zu lassen, und dann so etwas“, schimpfte eine etwa 40-jährige Frau. „Ich kann nicht so lange warten, ich muss arbeiten“, sagte ein Mann, der beim Anblick der Warteschlange sogleich wieder umkehrte. „Unzumutbar“, entfuhr es einer betagten Dame mit zittriger Stimme. „Warum wird das Impfzentrum nicht täglich geöffnet?“, war für viele Wartende unverständlich, dass das Zentrum nur zwei Tage die Woche – dienstags von 10 bis 18 Uhr und donnerstags von 9 bis 16 Uhr – geöffnet hat, und dann auch noch zu Zeiten, wo die, die man mit dem Impfen erreichen will, arbeiten müssen.

Jetzt auch sonnabends

Der Altmarkkreis hat darauf reagiert und öffnet das Impfzentrum ab dem 20. November auch sonnabends von 11 bis 16 Uhr. Auf die Situation gestern gab es vom Altmarkkreis auf Nachfrage keine Stellungnahme. Man müsse sich erst ins Bild setzen und könne noch keine qualifizierte Aussage treffen.

Impfstatistik

Bis Montag sind in den Impfzentren des Altmarkkreises und durch mobile Impfteams insgesamt 69 408 Menschen immunisiert worden. Die Zahl der Erstimpfungen liegt bei 35 719 (42,9 Prozent) und die der Zweitimpfungen bei 31 424 (37,8 Prozent). Verabreicht wurden 2265 Auffrischungsimpfungen. Impfzahlen der niedergelassenen Ärzte liegen dem Kreis nicht vor.

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