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Schlaglochteppich am Zwergenland

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Waltraud Haufschild und ihre Nachbarn haben schon bei der Stadt Alarm geschlagen.

Salzwedel - Von Holger Benecke. Tagtäglich müssen die insgesamt 13 Anwohner der beiden Häuser Gardelegener Straße 53 und 57 über einen Schlaglochteppich fahren. Die Piste, früher als Kolonistenbreite bezeichnet, ist eine Stichstraße, die zur Gardelegener Straße gehört und an der auch die hintere Zufahrt zur Kindertagesstätte „Villa Zwergenland“ liegt.

„Die großen Müllfahrzeuge schwanken wie Schiffe im Orkan auf hoher See, wenn sie durch die Löcher fahren“, hat die 73-jährige Waltraud Haufschild beobachtet. Sie ist eine der Bewohner, denen die tiefen Schlaglöcher gewaltig auf die Nerven gehen.

„Ich war schon mehrmals beim Bauamt und beim Ordnungsamt. Meine Nachbarn haben mit dem Behindertenbeauftragten der Stadt Salzwedel, Norbert Block, der auch im Stadtrat sitzt, über dieses Problem gesprochen“, ärgert sich Waltraud Haufschild, dass bislang überhaupt nichts passiert ist. Auch in dem von Norbert Block geleiteten Bauausschuss war die zerfledderte Kolonistenbreite noch kein Thema.

Waltraud Haufschilds Nachbarin, Susanne Kapanke, kündigte gestern an, dass sie Reparaturen an ihrem Auto der Stadt in Rechnung stellen wird. Mit ihrer Werkstatt habe sie diesbezüglich bereits gesprochen, will die Anliegerin nun ernst machen.

Im Bauamt ist man jedoch informiert. Petra Schulze hat den Reparaturauftrag für den Stichweg zur Gardelegener Straße 53 und 57 bereits ausgelöst. Auch Klaus-Dieter Blümler ist im Bilde. Seine Firma hat den so genannten Flickauftrag von der Stadt, übernimmt die Reparaturen an Straßen und Gehwegen.

„Es geht noch diese Woche los“, versprach Blümler gestern auf Nachfrage der Altmark-Zeitung, den Stichweg wieder auf Vordermann zu bringen. Dabei kommt ein Straßenhobel zum Einsatz, der die Schlaglochpiste wieder glatt schiebt.

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