Schöne Aussichten auf einen „Tag der deutschen Zukunft“: Geschäfte an der Burgstraße regelrecht zugekleistert

Schaufenster mit Nazi-Plakaten „überfremdet“

So präsentierte sich Salzwedels Einkaufsmeile gestern früh: Zahlreiche Geschäfte waren für eine „deutsche Zukunft“ plakatiert.

hob Salzwedel. Der „Tag der deutschen Zukunft“ soll am 1. Juni in Wolfsburg sein. In Salzwedel gab es auf die „deutsche Zukunft – unser Signal gegen Überfremdung“ gestern schon einmal einen Vorgeschmack.

An der Burgstraße waren in der Nacht zahlreiche Schaufenster von Geschäften mit Plakaten bekleistert. Die Veranstaltungshinweise der Rechten auf ihren Zukunftstag schwammen regelrecht in einer dicken Kleberschicht.

Andrea Bürkner, die an der Burgstraße 20 ein Geschäft besitzt und auch darüber wohnt, hat von der nächtlichen Plakatieraktion nichts bemerkt. Erst, als sie gestern früh gegen 7.30 Uhr ihren Laden aufschließen wollte, sah sie die Bescherung und rief die Polizei. Doch diese hatte noch zu tun, vertröstete ihr Kommen auf später.

Die Geschäftsfrau wollte die Plakate eigentlich entfernen, ließ sie dann aber doch dran, damit die Passanten die Schweinerei auch sehen. „Man kann sich nicht alles gefallen lassen“, schimpft Andrea Bürkner. Auch sie ist gegen Überfremdung, nämlich der ihrer Schaufenster mit den Nazi-Plakaten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare