Ab dem 6. April

Schädlingskampf geht weiter: Altmarkkreis rüstet sich für das Frühjahr

Jedes Jahr aufs Neue: Das kostenintensive Bekämpfen des Eichenprozessionsspinners gehört fast schon zum Alltag im Frühling und während des Sommers.
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Jedes Jahr aufs Neue: Das kostenintensive Bekämpfen des Eichenprozessionsspinners gehört fast schon zum Alltag im Frühling und während des Sommers.

Altmarkkreis Salzwedel – Nach dem Eichenprozessionsspinner ist vor dem Eichenprozessionsspinner: Der Altmarkkreis Salzwedel bereitet derzeit die Bekämpfungsaktion für 2020 vor. Ab dem 6. April könnte er mit Chemie bekämpft werden.

Diese Möglichkeit ist aber zeitlich begrenzt (bis zum 12. Juni), da das Gift nur in einer bestimmten Entwicklungsstufe des Schädlings und der Bäume wirkt. Außerdem müssen die Wetterbedingungen stimmen. Dabei gilt es, auf Regen, Sonne und die Temperaturen zu achten. Beim mechanischen Absaugen ist dies anders. Diese Methode kann länger angewendet werden. Der Kreis will bis zum 4. September bekämpfen lassen, wie aus einer aktuellen Ausschreibung hervorgeht. In anderen Region wird derweil eine andere Art, den Eichenprozessionsspinner, dessen Brennhaare zum Beispiele Ausschläge und Atemprobleme hervorrufen können, ins Auge gefasst – und zwar der Einsatz von Heißschaum. Dies sei auch ohne Schutzanzüge möglich, da die gefährlichen Aspekte der Nester deaktiviert werden. In den Nachbar-Landkreisen Gifhorn und Stendal schauten sich Politiker sowie Verwaltungsvertreter Testeinsätze an und zeigten sich sehr interessiert.

Im Altmarkkreis wird weiter auf Chemie und Absaugen gesetzt. Dabei werden mehrere Schwerpunkte festgelegt. 3617 Bäume an Kreisstraßen, die teilweise über 20 Meter hoch sind, gilt es, chemisch zu behandeln. Mit mechanischen Mitteln werden entlang der Fahrbahnen zudem 515 Eichen abgesaugt. Ein weiteres Augenmerk liegt auf Kreis-Objekten wie Schulen, Museen und Verwaltungsgebäuden. Chemische Versuche, das Ausbreiten des Schädlings zu vermeiden, sollen an 321 Gehölzen erfolgen. Auf dem Zettel für mechanische Einsätze stehen auf diesen Grundstücken elf Bäume. Firmen, die diese Aufträge übernehmen, müssen über die nötige Technik verfügen. Dazu gehören Sprühgeräte, die bis 40 Meter erreichen, und Hubsteiger (30 Meter). Auch eine Ansaugeinrichtung ist notwendig.

Auch Bund und Land wollen gegen den Schädling vorgehen. Geplant ist sowohl ein chemischer als auch mechanischer Einsatz. Fachleute sollen sich den kranken Eichen zwischen dem 6. April und 31. August widmen, geht aus einer Ausschreibung hervor. Dabei geht es speziell um die Bäume, die an Landes- und Bundesstraßen im Altmarkkreis Salzwedel stehen.

VON CHRISTIAN ZIEMS 

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