Bürgermeisterin will Vorhaben nicht finanzieren

Sanierung in Liesten: Kein Stadtgeld fürs Waldbad

Saisoneröffnung in Liesten: Einen solchen Anlass könnte es dort so schnell nicht wieder geben.
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Saisoneröffnung in Liesten: Einen solchen Anlass könnte es dort so schnell nicht wieder geben.

Salzwedel / Liesten – Nach der zweiten Gesprächsrunde zwischen Waldbadverein, Stadtpolitik und Verwaltung sind die Chancen für das Wiederöffnen des derzeit geschlossenen Waldbades in Liesten erheblich gesunken.

Der Grund dafür: Die Stadt will kein eigenes Geld in die Sanierung der maroden Anlage stecken; die Eigenmittel soll allein der Waldbadverein aufbringen.

Auch im jüngsten Finanzausschuss am Donnerstag im Salzwedeler Rathaus bestätigte Bürgermeisterin Sabine Blümel ihren Standpunkt: „Die Stadt wird das Bad nicht bauen“, betonte Blümel aufgrund der Haushaltslage. Und setzte später noch einen drauf: „Wir können uns kein drittes Bad leisten.“

Gleichwohl ist der Weg für die Liestener nicht versperrt. Denn auf Anregung der Linke-Stadtratsfraktion soll sich die Verwaltung um geeignete Förderprogramme kümmern. Das Engagement des Vereins müsse berücksichtigt werden, sagte Stadtrat Marco Heide. Sabine Blümel erklärte, sie finde die Idee gut. Jedoch müssten vorher rechtliche Belange geklärt und Verträge vom Waldbadverein über dessen Eigenmittel auf den Tisch gelegt werden.

Bei Andreas Weigelt, Chef des Vereins, hatte das Ergebnis des Arbeitsgesprächs vom Dienstag bereits für Ernüchterung gesorgt. „Ich dachte, die Finanzierung steht, und die Stadt übernimmt den Rest“, sagte er noch vor dem Finanzausschuss am Donnerstag zur AZ. Aber da sei er blauäugig gewesen, so Weigelt. Der Verein will nach eigener Aussage große Sponsorenzusagen haben.

VON JENS HEYMANN

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