Die Stadt hat neue Straße, die Dörfer eine zerfahrene Umleitung

B 71 saniert: Der Bypass soll bleiben

Der angeflickte Teil des Bypasses (l.) auf Höhe Brückenstraßeneinmündung soll bleiben. Das Stück hinter der Aral-Einmündung muss wieder zurückgebaut werden.
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Der angeflickte Teil des Bypasses (l.) auf Höhe Brückenstraßeneinmündung soll bleiben. Das Stück hinter der Aral-Einmündung muss wieder zurückgebaut werden.

Salzwedel – Die Entscheidung fiel gestern gewissermaßen in letzter Sekunde. Sonst wären am Montag die Fräsen angerückt. Ein Teil des sogenannten Bypasses soll bleiben.

Dieser war als Verbreiterung der Thälmannstraße auf Höhe Einmündung Brückenstraße gebaut worden, um den Umleitungsverkehr während der Sanierung der B 71 aufzunehmen.

Erhalten und mit Sperrstreifen versehen

Nun soll der stadtauswärtig linsseitige Teil erhalten bleiben, jedoch künftig mit einem Sperrstreifen versehen werden und somit als Ausweichfläche in ähnlichen Situationen bzw. bei Unfällen genutzt werden, um die Piste schnell wieder freizubekommen. Immerhin handelt es sich bei dem Abschnitt um ein auf Bundesstraßenniveau grundhaft ausgebautes Teilstück, das die Stadt gewissermaßen geschenkt bekommt.

Anders sieht es mit dem angeflickten Teil aufseiten der Aral-Tankstelle aus. Dieser muss wieder zurückgebaut werden. Denn darunter wurden Rohre für den Durchfluss des dortigen Grabens verlegt – allerdings nur provisorisch, da es ursprünglich auch nur für die Sanierungszeit der B 71 gedacht war, erläuterte Bauleiter Dirk Schütz den Grund.

Die Auffahrt auf die L 8 in Eversdorf. Der Straßenbelag ist komplett zerfahren.

Während die alte Hansestadt nun eine tipptopp sanierte B 71 hat, stöhnen die Dörfler an der Umleitungsstrecke. Dort sind die Straßen und vor allem die Bankette von Schwerlastzügen komplett zerfahren. Besonders schlimm ist es auf dem Abschnitt ab Klein Gerstedt (Kreisstraße 1002) zwischen der dortigen Ampel und der Aufmündung auf die Landesstraße 8 in Eversdorf. Dort sind die Bankette komplett flöten gegangen, die Lkw-Spuren neben der Fahrbahn werden immer tiefer. Zudem wurde in Klein Gerstedt auch eine Grundstücksauffahrt durch den Schwerlastverkehr plattgefahren.

„Wir sollen das machen und wollen auch zügig loslegen“, sagt Galeiwa-Bauleiter Dirk Schütz. Das Problem: Es gibt noch keinen Vertrag zwischen dem B 71-Bauherrn Landesstraßenbaubehörde und der Baufirma. Dazu müssen sich zuerst der Beweissicherer, die Landesbaubehörde und die Straßenmeister zusammensetzen und definieren, was gemacht werden soll. Die Bankette, so schätzt Schütz ein, könnten noch in diesem Jahr erledigt werden. Die Teerarbeiten müssten witterungsbedingt auf das nächste Jahr verschoben werden.

Brückenbau verlängert Umleitungszeit

Auch wenn die B 71 fertig saniert ist, die Umleitung über Gerstedt wird auch weiterhin als Umleitungsstrecke genutzt. Denn der Bau der Dumme-Brücke bei Böddenstedt ist immer noch nicht fertig, soll es aber bis Jahresende werden. Dort ruht derzeit die Arbeit, die Baufirma müsste langsam mal Schwarzdecke ankarren lassen, hat dies aber bislang nicht getan. Und das Wetter wird immer schlechter.

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