Gottesdienst und Kennenlernrunde auf der Sportmatte senken die Nervosität

Salzwedel: Sanfter Start in das Schulleben

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Melden klappt schon gut: Die Erstklässler der evangelischen Grundschule Stephan Praetorius nahmen in ihrem Klassenraum Platz. Die Bildungsstätte besteht seit zehn Jahren.

Salzwedel. Mit einem sanften Gong wurden die neuen Kinder in der „Schule unterm Regenbogen“ für Geistigbehinderte begrüßt. Gespannt und auch etwas ungeduldig verfolgten sie am Sonnabend die ersten Minuten im neuen Lebensabschnitt.

Schnell erfuhren die sechs Mädchen und Jungen, dass zum Unterricht auch Zähneputzen sowie Spielen gehört. Dass ihr Klassenraum sehr gemütlich ist, testeten die Erstklässler nach der Begrüßung durch den Schulchor gleich selbst. Auf der bequemen Sportmatte fiel sichtbar die Nervosität ab.

Hat ihre Schützlinge fest im Blick: Klassenlehrerin Claudia Schneider begleitete die Kinder auf den Schulhof.

Einen ebenfalls sanften Start ins Schulleben genossen zur gleichen Zeit Kinder einige Kilometer weiter. In der Salzwedeler St. Katharinenkirche stimmten der katholische Pfarrer Andreas Müller und der evangelische Diakon Joachim Thurn den Nachwuchs auf das gemeinsame Lernen ein. Zusammen erkundeten die Kinder dann die evangelische Grundschule Stephan Praetorius. Dort stand eine erste kurze Unterrichtsstunde an. Dabei bemerkte nicht nur Klassenlehrerin Claudia Schneider schnell: Das Melden klappt schon gut. Für die junge Lehrerin ist es übrigens die erste,erste Klasse. In einem Kreis wurde das Willkommensgefühl musikalisch ausgedrückt. Mit dem Empfang der Schultüten endeten ein paar erlebnisreiche Stunden, bevor heute der Alltag in den Schulen einzieht.

In der „Schule unterm Regenbogen“ gehörte das Kennelernen auf der bequemen Matte zur Einschulung.

Hilfe bekommen die Erstklässler von den Älteren. Insgesamt 78 Mädchen und Jungen lernen an der Brewitzstraße. Tobias Eilrich, Vorsitzender des Trägervereins, kann mit seinem Team positiv ins Schuljahr starten. Nachdem die Käthe-Kollwitz-Halle für den Sport geschlossen wurde, war zunächst unklar, wo die evangelische Grundschule unterkommt. Dies ist nun geklärt. Die Jenny-Marx-Halle kann mitgenutzt werden. Für neue Herausforderungen sorgen Asylbewerber, die auch mit Schulkindern kommen. Die Kollekte des Gottesdienstes zur Einschulung wurde für diese hilfesuchenden Mädchen und Jungen gesammelt.

Von Christian Ziems

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