Marketingwege 2030 kommen auf den Prüfstand

Salzwedels Kompass wird neu justiert

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Das Deckblatt der Marketingwege macht deutlich, dass dieses Papier als eine Art Kompass für die künftige Ausrichtung der Hansestadt fungieren soll.

Salzwedel. Ein Friedhof im Bürgerholz, zentrale Spielmöglichkeiten im Burggarten, eine öffentliche Toilette in der alten Feuerwache und ein Senioren-Service-Büro: Das sind einige von vielen Ideen des Konzeptes „Marketingwege Salzwedel 2030“.

Das Papier wurde am 27. Oktober 2010 vom Stadtrat beschlossen und soll nun auf den Prüfstand gestellt werden. Wie Stadtsprecher Andreas Köhler auf Nachfrage der AZ erklärte, soll dieses Konzept wie alle anderen auch nach Amtsantritt von Sabine Blümel auf den Bürgermeistertisch. Dann gilt es zu entscheiden, wie es konkret weitergeht.

Einige der aufgeführten Aufgaben konnten bereits umgesetzt werden. So zum Beispiel das Wiederbeleben der Ehrenbürgerschaft. Auch die Idee „Weihnachten im Märchenpark“ ist inzwischen eine gut besuchte Wirklichkeit. Andere Projekte spielen in der öffentlichen Diskussion bisher keine Rolle. Für den stadteigenen Wald mit einer Fläche von rund 1400 Hektar wurden im Zuge der Marketingwege drei Säulen aufgestellt: 1. grüne Lunge zur Erholung, 2. Natur- und Artenschutzprojekt/e, 3. Wirtschaftswald. Dazu zählt zum Beispiel konkret die Idee, kommunales Holz als Energieträger für städtische Objekte zu nutzen. Zudem sollte der Naturlehrpfad wieder aufgebaut und vermarktet werden.

Andere Bereiche des Konzeptes wurden umgesetzt, aber kaum genutzt. Dazu gehört der Bürgerhaushalt. Prinzip dabei war, dass die Einwohner gezielt Vorschläge einreichen, die dann in den Haushalt eingearbeitet werden könnten. Die Resonanz darauf war aber gering.

Andere Details tauchen in mehreren Papieren auf. So wurde die Idee von Abstellmöglichkeiten für Fahrräder am Bahnhof auch im aktuellen Entwurf für die Verkehrsentwicklung aufgegriffen. Genauso wie eine möglichst barrierefreie Hansestadt.

Die Marketingwege 2030 haben zum Ziel, vorhandene Potentiale zu erkennen, auszubauen und zu nutzen. „Die Stadt muss etwas für ihre zukünftige Erscheinung tun –Perspektiven schaffen – und nicht nur auf das Beste hoffen und in einen Dornröschenschlaf verfallen“, heißt es in dem Papier.

Von Christian Ziems

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