Maßnahmen geplant

Salzwedels Bürgermeisterin positioniert sich zum Klimaschutz: „Stadt stellt sich der Verantwortung“

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Ein prägendes Bild 2019: Demonstrierende Schüler ziehen freitags durch die Innenstadt und fordern Klimaschutzmaßnahmen. Nun geht die Stadt auf sie zu.

Salzwedel – Die protestierenden Schüler an einigen Freitagen im Stadtgebiet von Salzwedel haben offenbar Wirkung gezeigt. Gleich eine ganze Reihe von Klimaschutzmaßnahmen stehen nämlich auf der Agenda der Stadt für 2020.

Bürgermeisterin Sabine Blümel stellte diese während ihrer Neujahrsansprache am Freitag im Kulturhaus vor.

Blümel appellierte, sachlich und lösungsorientiert mit dem Thema umzugehen, statt in Blockadehaltung zu gehen und damit etwas erzwingen zu wollen. Mit der „Fridays for Future“-Bewegung habe sie ein „sehr konstruktives Gespräch“ geführt.

Die Folgen: Öffentliche Papierkörbe sollen auf ein Trennsystem umgestellt werden und der städtische Fuhrpark nach und nach umweltfreundliche Fahrzeuge erhalten. Eine Forderung an den Stadtrat durch Umweltaktivisten sei das Entstehen von Blühwiesen; solche wolle die Stadt an der Mühlenstraße und im neuer Chüttlitzer Wohngebiet „Alter Stadtweg“ herrichten. Die Stadt habe außerdem 25 neue Bäume gepflanzt und verlange bei Ausschreibungen einen Nachweis für die Herkunft des verwendeten Holzes.

Blümel wies ferner auf 4100 Straßenlampen hin, die mit energiesparender LED-Technik funktionieren. „Das soll nur ein kurzer Abriss sein und zeigen, dass die Hansestadt Salzwedel sich dem Klimaschutz verpflichtet fühlt und der Verantwortung stellt“, sagte Blümel. Sie schränkte aber ein, dass nicht jede Forderung auf kommunaler Ebene umgesetzt werden könne.

Unterdessen sollen in Salzwedel die Demonstrationen und Aktionen weitergehen. Die „Fridays for Future“-Ortsgruppe will am Freitag, 31. Januar, ab 17 Uhr ein offenes Treffen in der „Kulturnische“ veranstalten. Es sei geplant, miteinander ins Gespräch zu kommen und besonders die Zukunft der Ortsgruppe sowie Aktionsmöglichkeiten zu besprechen, heißt es in einer Mitteilung.

VON JENS HEYMANN

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