Thema Müll steht im Fokus

Salzwedeler wünschen sich mehr Stadtteilgespräche mit dem Stadtrat

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Anna Stein (l.), Koordinatorin von „Demokratie leben“ in Salzwedel, mit Wolfgang Kappler (Salzwedel Land) und einigen Bürgern im Gespräch. Größtes Thema war und ist das Müllproblem in der Hansestadt.

Salzwedel – Nicht nur für das Mehrgenerationenhaus (MGH) an der Sonnenstraße, auch für die Abgeordneten des Stadtrates war es eine Premiere.

Am Mittwochabend veranstaltete das MGH zusammen mit Anna Stein, Koordinatorin für „Demokratie leben“ in Salzwedel, ein Stadtteilgespräch in ihren Räumlichkeiten. Das Interesse der Bürger war groß, und auch die Mitglieder des Stadtrates erschienen zahlreich.

Das Stadtteilgespräch erhielt einen großen Zuspruch.

Der Initiator und Leiter des MGH, Sebastian Dobras, erhoffte sich durch das Vorhaben einen Austausch von Nöten und Sorgen sowie Ideen, die von den Abgeordneten notiert und eventuell weiter im Stadtrat diskutiert werden. Norbert Hundt (SPD / „Für Salzwedel“), Peter Fernitz (CDU), Wolfgang Kappler und Arne Beckmann (beide Salzwedel-Land), Ute Brunsch (Die Linke), Cathleen Hoffmann (Grüne / Bürgerbund) sowie Nils Krümmel (Freie Fraktion) wurden an unterschiedlichen Tischen mit verschiedenen Fragen und Anregungen konfrontiert.

Schnell stellte sich heraus, welche Themen die Bürger in der Wohnsiedlung Arendseer Straße am meisten bewegen. Stark kritisiert wurde die Müllsituation in der Stadt. Die Hansestädter wünschten sich mehr Mülleimer. Die Abgeordneten lenkten ein: Dies würde die Entsorgungskosten der Stadt erhöhen, zudem müsse das Problem an anderer Stelle angepackt werden.

Das Wegwerfen von Hausmüll müsse sich beispielsweise verringern. Dieser gehöre je nach Art in die Schwarze, Blaue oder Biotonne, aber nicht in die städtischen Mülleimer an den Straßen. Ebenfalls kritisiert: Die Bushaltestelle und ein fehlendes Café im Stadtteil zum Ausgehen, das auch sonnabends und sonntags geöffnet hat. Die Barrierefreiheit auf öffentlichen Wegen war ebenfalls ein wichtiger Punkt. Auch das marode MGH-Gebäude kam in der Auswertung vor.

Wolfgang Kappler bestätigte gegenüber den Anwesenden und Leiter Sebastian Dobras, dass das MGH bis 2021 durch Fördermittel gesichert sei. Und dass das Gebäude im Gespräch sei, es aber noch keine konkreten Pläne gäbe.

Positiv fanden die Hansestädter die Anbindung durch den Rufbus und die nahegelegenen Einkaufsmöglichkeiten. Allerdings konnten nicht alle Sorgen erörtert werden, und so wünschte sich eine Bürgerin, dass dieses Stadtteilgespräch erneut veranstaltet werde.

VON PAUL WILLIAM HIERSCHE

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