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Salzwedeler THW-Mitglieder können Schwimmbäder kostenlos nutzen

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Von: Christian Reuter

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THW-Mitglieder
Mitglieder des THW-Ortsverbandes Salzwedel waren im vergangenen Jahr im Landkreis Ahrweiler im Einsatz, um beim Beseitigen der Schäden durch die Flutkatastrophe zu helfen. © Privat

Die Mitglieder des Salzwedeler THW-Ortsverbandes dürfen die Schwimmbäder und die Schwimmhalle der Stadt Salzwedel kostenlos nutzen. Dies hat der Salzwedeler Stadtrat während seiner jüngsten Sitzung am Mittwochabend, 13. Juli, im Kulturhaus mehrheitlich beschlossen. Die kostenfreie Nutzung durch die Mitglieder des Technischen Hilfswerkes (THW) hatte Hanns-Michael Kochanowski, Mitglied der AFD-Fraktion, beantragt.

Salzwedel. „Das ist kein Antrag der AFD-Fraktion (wie auf der Einladung zur Stadtratssitzung zu lesen war, d. Red.), sondern von Herrn Kochanowski“, stellte Ute Brunsch, die Fraktionsvorsitzende der Linken, gleich zu Beginn der Diskussion zum Antrag klar. Sie habe große Hochachtung vor den THW-Mitgliedern, aber das THW unterstehe dem Bundesministerium des Innern und für Heimat und habe daher längst nicht so große finanzielle Probleme wie die Feuerwehr. „Wo beginnt und wo endet das, wenn wir weiteren ehrenamtlich Tätigen das kostenfreie Baden gestatten?“, fragte Brunsch in die Runde.

Petra Matthias (AFD) bestand darauf, dass es „ein Antrag unserer Fraktion“ sei. „Das sind auch Kinder und Jugendliche, die beim THW ihre Freizeit opfern“, betonte sie. Zudem würden Feuerwehr und THW Hand in Hand zusammenarbeiten. Ihr gehe es darum, den Antrag nicht zu zerreden und Menschlichkeit zu zeigen.

Salzwedels Bürgermeisterin Sabine Blümel gab Ute Brunsch recht und wies darauf hin, dass es sich um einen Einzelantrag handele. Die AFD habe ihren Antrag zurückgezogen.

„Das THW macht gute Arbeit, wir als Stadt spenden auch an den Förderverein, im vergangenen Jahr 1000 Euro.“ Weitere 500 Euro sollten am Donnerstag, 14. Juli, übergeben werden.

Sabine Blümel habe persönlich nichts gegen die Öffnungsklausel für THW-Mitglieder hinsichtlich der Freibäder. Da werde ohnehin kaum Gebrauch von gemacht (von Feuerwehrmitgliedern, d. Red.). Die Bürgermeisterin stellte den Antrag von Hanns-Michael Kochanowski zur Abstimmung: 21 Stadtratsmitglieder waren dafür, vier dagegen, und vier enthielten sich der Stimme.

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