Altperverstraße: Einwohner setzen mit Stadtpicknick ein Zeichen / Mosaike werden verlegt

Salzwedeler schauen nicht weg

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Leben vor Ruinen: Salzwedeler picknickten gestern Vormittag auf der Altperverstraße. Mit dem Erlös soll die einstige Prachtstraße verschönert werden.

Salzwedel. „Uns liegt halt die Altperverstraße Straße am Herzen und wir wollen gerne zeigen: Schaut her, ist das nicht schade. Können wir etwas tun?“, begründete Achim Dehne den Standort des Salzwedeler Stadtpicknick 2015.

Er und seine Mitstreiter Volker Lahmann, Ulla Paul, Anne Schliephake, Ines Kahrens, Dietrich von Gruben, Anne Buch und Dagmar Jakob erhoffen sich Initialzündungen. Sie gehen dabei voran.

So lagen gestern auf allen Tischen Stimmzettel bereit. Darauf konnten die 380 Teilnehmer ankreuzen, wofür der Erlös der Veranstaltung verwendet werden soll. Private und öffentliche Häuser sowie Flächen könnten begrünt werden und damit das Bild der Straße aufwerten. Der zweite Vorschlag bezieht sich auf den Elektroverteilerschrank. Mit einem Graffiti, das Altstadtmotive zeigt, würde dieser schöner wirken. Die dritte Idee bezieht sich auf den Gehweg. Dort können vor Geschäften und leerstehenden Gebäuden 50 mal 50 Zentimeter großer Mosaike entstehen.

Diese sollen auf die aktuelle und ehemalige Nutzung der Objekte hinweisen.

Daran kann sich Helga Weyhe, Deutschlands älteste aktive Buchhändlerin, gut erinnern. „1933 war bei der 700-Jahr-Feier von Salzwedel eine Menge los. Und auch beim internationalen Hansetag gab es hier viel zu sehen. Nun sind alle guten Dinge drei“, freute sich die Geschäftsfrau über das Stadtpicknick.

Achim Dehne verkündete gestern Nachmittag das Ergebnis der Umfrage: Die Mosaik-idee wird umgesetzt. Außerdem soll es 2016 eine Neuauflage des Picknicks geben. Der Ort ist noch unklar. Fest steht aber, dass die Initiatoren weiter machen werden. „Weil wir unsere Stadt mögen, wollen wir das eine oder andere veranstalten“, sind sie sich einig.

Von Christian Ziems

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