1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Salzwedel

Salzwedeler Rathaus soll digitaler werden

Erstellt:

Von: Lydia Zahn, Armon Böhm

Kommentare

PC
Das „digitale Rathaus“ in Tangerhütte dient als Vorbild für den Antrag. © Zahn, Lydia

Die SPD / Dorf bis Stadt fordert in einem Antrag, dass die Hansestadt die Einführung eines sogenannten „digitalen Rathauses“ prüft. Das würde vor allem die Bürger auf den Dörfern entlasten und Anfahrtswege vermeiden.

Salzwedel – Ein Gewerbe oder eine Veranstaltung anmelden, einen Kaufantrag für ein Grundstück stellen oder ein Brauchtumsfeuer beantragen: Für solche Dinge ist ein Gang zur Stadtverwaltung eigentlich unumgänglich. Die Betonung liegt auf eigentlich, denn mit einem Antrag wollte die Stadtratsfraktion SPD /Dorf bis Stadt genau das ändern. In der Sitzung des Hauptausschusses im Kulturhaus am Mittwoch stellte Fraktionsvorsitzender Norbert Hundt den Antrag für ein „digitales Rathaus“ vor. Und so viel vorweg: Die Idee war der Stadtverwaltung nicht neu.

Anfahrtswege zur Verwaltung, vor allem vom Dorf, müssten oft auf einen freien Tag gelegt werden, um diese zu erledigen. Damit das nicht mehr nötig ist und der Wohnort im ländlichen Raum gleichzeitig attraktiver wird, soll vieles über das Internet erledigt werden können. Als Vorbild wurde Tangerhütte genannt, wo das bereits praktiziert wird. Über die Internetseite der Stadt können die Bürger unter anderem Anträge stellen und Termine vereinbaren. „Ich denke, das ist eine sinnvolle Anregung, die man durchaus übernehmen könnte, aber nicht muss“, erklärte Hundt mit Fingerzeig auf Tangerhütte und betonte, wie viele Wege dadurch gespart werden könnten. „Der ÖPNV ist im ländlichen Raum weniger ausgebaut“, betonte er im Hauptausschuss.

In Tangerhütte werde das Modell des „digitalen Rathauses“, welches dort seit über zwei Jahren in Betrieb ist, gut angenommen. Die Bürger wären erfreut, sich Wege sparen und schon im Internet informieren zu können.

Am Mittwoch stellte sich dann heraus, dass bereits an einem solchen „digitalen Rathaus“ gearbeitet werde, wie Matthias Holz, Amtsleiter des Hauptamts, die Ausschussmitglieder informierte. Des Weiteren erklärte er, dass aber noch kein genauer Zeitpunkt genannt werden könne, wann ein solches Modell auf den Weg gebracht werde. Damit sei der Antrag aus Sicht von Norbert Hundt hinfällig und eine Prüfung desselben somit nicht mehr erforderlich.

Auch interessant

Kommentare