Amateure, Nachwuchs und Hobbyfahrer am Start

10. Salzwedeler Radrenntag: Mit 75 Sachen durch die Stadt

Beim Nachtrennen am Sonnabend mussten die Starter 47 Runden zu je 1,3 Kilometer Länge zurücklegen, also insgesamt rund 61 Kilometer. Start und Ziel befanden sich in der Breiten Straße (rechts).
+
Beim Nachtrennen am Sonnabend mussten die Starter 47 Runden zu je 1,3 Kilometer Länge zurücklegen, also insgesamt rund 61 Kilometer. Start und Ziel befanden sich in der Breiten Straße (rechts).
  • VonPaul William Hiersche
    schließen

Salzwedel – Er ist mitunter eine der wichtigsten Personen auf der 1.300 Meter langen Salzwedeler Radrennstrecke.

Sieger im Nachtrennen am Sonnabend wurde Max Lindenau vor Yannick Gruner (l.) und Vladi Riha.

Der 63-jährige Hansestädter Frank Krause fährt seit zehn Jahren das Führungsfahrzeug bei der Veranstaltung „Hölle des Ostens“, auch am vergangenen Wochenende wieder. Sein Tun sorgt dafür, dass der erste Radrennfahrer vor unerwarteten Hindernissen gewarnt wird. Nun wurde Krause für seine langjährige Arbeit bei den Radrenntagen von Jost Fischer, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, gewürdigt.

Nachwuchsfahrer kämpften am Sonntag in verschiedenen Altersklassen um den Sieg.

„Es ist kein einfacher Job, den ich da mache“, schilderte Frank Krause. „Die höchste Geschwindigkeit, die ich in der Stadt auf dem Tacho hatte, waren mal 75 Kilometer pro Stunde gewesen.“ Besonders die engen Straßen seien eine große Herausforderung und das nicht nur für die Radrennfahrer. Die größte Angst, die Krause immer im Führungsfahrzeug begleitet, ist, dass plötzlich auf unübersichtlichen Streckenabschnitten ein anderes Auto auf der Bahn steht. „Da hast du bei den Geschwindigkeiten keine Chance mehr“, so der Salzwedeler zur AZ.

Jost Fischer kann und will auf seinem Mann im Führungsfahrzeug nicht verzichten. Wie der 63-Jährige verkündete, will er auch für die nächsten fünf Jahre die Sicherheit auf der Strecke garantieren.

Cornelia Pollehn (l.) und Kathleen Witte waren für die Anmeldung und das Urkundenschreiben zuständig.

„Ich finde seine Arbeit bemerkenswert“, so Fischer. „Besonders wenn es zu Umrundungen kommt, muss das Fahrzeug an den anderen Radfahrern vorbei manövriert werden.“ Es gibt aber noch eine wichtige Position im Führungsfahrzeug, die Frank Krause nicht unerwähnt lassen möchte. Ohne diese wäre seine Arbeit gar nicht möglich. „Ich kann ja nur immer nach vorne schauen, aber ich brauche auch einen Blick nach hinten“, so Krause.

Am Sonnabend und Sonntag fanden erst mal die letzten Radrennen am Südbockhorn statt. Denn schon gestern haben dort die Bauarbeiten für die Straßenneugestaltung begonnen.

VON BERND ZAHN UND PAUL WILLIAM HIERSCHE

Radrenntag in Salzwedel

Radrenntag in Salzwedel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare