Salzwedeler packt die Reiselust

Griechenland und Kreuzfahrten erfreuen sich besonders großer Beliebtheit

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Hiltraud Walden (v.l.) und Nicole Obeck, Geschäftsführerinnen des Reisebüros Alte Jeetze, sowie ihre Angestellte Monique Böhm bemerken, dass die Salzwedeler dringend wieder vereisen wollen. Vor allem Griechenland ist ein begehrtes Ziel.
  • VonLydia Zahn
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An Reisen war lange Zeit nicht zu denken. Die Gedanken lagen während der Lockdowns ganz woanders. Doch nach und nach wuchs das Fern- und Meerweh. Salzwedeler Reise-Expertinnen verrieten im Gespräch mit der AZ, welche Länder zur Zeit bei den Hansestädtern besonders gefragt sind, worauf geachtet werden und warum der Urlaub nicht ins Wasser fallen sollte.

Salzwedel - Zeitweise durften die Reisebüros keine Kunden ins Geschäft lassen. Der Arbeitsalltag bestand daraus, Stornierungen zu bearbeiten oder die Reisen zu verschieben. Die Angst um die eigene Existenz spürten sowohl Nadine Winterhoff, Inhaberin des Reisebüros Winterhoff, sowie auch Hiltraud Walden und Nicole Obeck, Geschäftsführerinnen des „Holiday Land“ Reisebüros „Alte Jeetze“ in Salzwedel. „Natürlich hatten wir Existenzängste. Weil man nicht wusste, wie und ob es weitergeht“, erklärt Obeck. Walden ergänzt: „Und ob wir Hilfen bekommen.“

Doch mittlerweile laufen die Geschäfte wieder. „Seit Mai ist die Nachfrage extrem gestiegen. Wir haben gut zu tun und es wird fleißig gebucht“, freut sich Walden. Dabei stechen als Ziele vor allem Griechenland, Spanien, die Türkei sowie Deutschland heraus, sind sich alle drei Expertinnen einig. „Alles was am Wasser liegt, wird gebucht. Die Ostsee und Mecklenburg-Vorpommern generell. Die Reiselust der Salzwedeler ist ungebrochen“, weiß Obeck. Aber auch Kreuzfahrten würden sich großer Beliebtheit erfreuen, erfährt die AZ aus beiden Reisebüros. Diese wären vor der Corona-Pandemie ebenfalls gefragt gewesen. Ebenso wie die Türkei, aber auch Bulgarien.

Nadine Winterhoff betreibt ihr Reisebüro Winterhoff seit fast 13 Jahren an der Großen St. Ilsenstraße in Salzwedel. Zur Zeit hat sie wieder alle Hände voll zu tun.

Nicole Obeck vermutet, dass Griechenland zum aktuellen Tourismusmagnet geworden ist, weil das Land die Corona-Pandemie bestmöglich nutzte: „Die haben ganz viel renoviert und modernisiert. Auch all-inclusive wird mehr angeboten. Vorher bekam man höchstens Frühstück, mit viel Glück noch Mittag inklusive.“ Das gleiche gelte für die Kanarischen Inseln. Unterm Strich: „Die Leute reisen jetzt mehr innerhalb Deutschlands und Europas. Fernziele sind erst mal noch außen vor“, fasst Hiltraud Walden zusammen.

Den Urlaub in einem anderen Land zu verbringen, ist mittlerweile außerdem keine allzu hohe Hürde mehr. Jedoch unterscheiden sich die Bestimmungen von Land zu Land und ändern sich meist täglich oder wöchentlich, verdeutlicht Nadine Winterhoff. Oft müsse bei der Ein- oder Ausreise ein negatives Corona-Testergebnis vorgelegt werden und / oder eine digitale Einreiseanmeldung erfolgen. „Man kann zur Zeit keine allgemeine Aussage machen. Je nach Reiseart und Ziel gelten andere Regeln“, erklärt Winterhoff.

Wie Nicole Obeck versichert, reiche dafür ein Antigen-Schnelltest aus. „Der ist schnell und kostenlos gemacht“, sagt sie weiter. Außerdem weisen die Expertinnen darauf hin, sich vor Reiseantritt noch einmal zu erkundigen, welche Vorschriften einzuhalten sind oder ob sich Bestimmungen geändert haben. Dafür kann sich an sein Reisebüro gewandt, auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes sowie des Robert-Koch-Institutes nachgeschaut werden.

„Wir haben die gleichen Preise wie im Internet. Und bei uns bekommt man die Beratung noch obendrauf. Wir nehmen unseren Kunden das Suchen und Recherchieren ab“, sagt Hiltraud Walden. Außerdem seien die Reisebüros in Notfällen immer für ihre Kunden zur Stelle.

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