Salzwedeler Märchenpark geschlossen, aber vorbereitet

Fleißiges Arbeiten im Verborgenen

Märchenpark-Chefin Cornelia Wiechmann gestern vor dem Schloss mit Figuren.
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Märchenpark-Chefin Cornelia Wiechmann gestern vor dem Schloss: Die Weihnachtsbeleuchtung hängt noch, und die Engel schauen in die Sonne.
  • Jens Heymann
    vonJens Heymann
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Der Salzwedeler Märchenpark ist nach wie vor geschlossen. Hinter den zauberhaften Kulissen halten die Mitarbeiter die Anlage aber am Leben.

  • Frühjahrs-Pflegearbeiten im Märchenpark haben begonnen.
  • Lichter in der Adventszeit nur einmal zur Probe eingeschaltet.
  • Wasserspielplatz und Safaribus werden erneuert.

Salzwedel – Nur noch wenige Wochen sind es bis zum diesjährigen Osterfest. Normalerweise ein Großereignis im Salzwedeler Märchenpark. Doch aktuell sind sich die Mitarbeiter gar nicht so sicher, ob sie die Deko und die 6500 Eier überhaupt herausholen können. Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr war alles hergerichtet, nur durfte es niemand sehen. „Sehr schade“, meint Geschäftsführerin Cornelia Wiechmann noch immer.

Unabhängig von Festen wird in der großen Freizeitanlage an der Warthe angepackt. Logisch: Der Park muss gepflegt werden, Corona-Virus hin oder her. Derzeit stünden die Pflege der Beete, Bäume und Sträucher auf dem Arbeitsplan, fasst Wiechmann zusammen. Ebenso die Instandsetzung von Gebäuden und Spielgeräten. Sie wollen auf eine eventuelle Öffnung nicht unvorbereitet sein, begründet die Märchenpark-Chefin die Aktivitäten. Immerhin hat die Politik nun einen groben Fahrplan zu Lockerungen veröffentlicht, an dem sich Anlagen wie der Märchenpark orientieren können.

Weil der Park schon eine Weile für die Öffentlichkeit geschlossen ist, blickt Cornelia Wiechmann auch noch gerne auf die vergangene Weihnachtszeit und den kürzlichen Schneefall in der Region zurück. Letzterer sorgte für einige zauberhafte Momente. Zum Christenfest hätte der Märchenpark eine neue Eisenbahn und Dornröschen im Rosenbett präsentieren können. Tausende von kleinen Lampen waren pünktlich zum Advent installiert worden und brannten genau einmal – zur Probe.

Zurück zur Gegenwart: Momentane Bauprojekte umfassen den Wasserspielplatz am Elefanten, der nach Aussage von Cornelia Wiechmann „viel interessanter, mit mehr Spielwert“ gemacht werde. Der Safaribus soll ebenfalls erneuert werden, allerdings nicht mehr aus Holz, sondern aus Metall. „Aus Pflegegründen“, wie die Märchenpark-Chefin begründet. Diese Arbeiten würden in der Werkstatt im Park selbst erledigt. Es werde gezeichnet, besprochen, außerdem viel gelacht und gestikuliert. Die Mitarbeiter des Salzwedeler Märchenparks haben demnach trotz aller Umstände eine ordentliche Portion Spaß und können außerdem ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Dennoch: Auf Dauer lebt die Anlage von den Besuchern. Irgendwann werden diese wieder hineindürfen. Dann sieht sich das Team des Märchenparks vorbereitet. Bis dahin muss Cornelia Wiechmann vertrösten – mit Vorfreude sowie Herzlichkeit in den Worten.

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