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Salzwedeler Kripo hatte 4347 Fälle auf dem Tisch

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Von: Holger Benecke

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So sah es im vergangenen Jahr in Sachen Kriminalität aus. Die Ermittler konnten auf verschiedenen Gebieten mit einer hohen Aufklärungsquote glänzen. © Infografik, Polizei

4347 Straftaten registrierte das Polizeirevier im vergangenen Jahr im Altmarkkreis – 350 weniger als 2020. 1860 Täter, davon einige mehrfach – konnten die Beamten ermitteln. Polizeirätin Tina Beck und Kripo-Vizechef Frank Weipert stellten gestern die Kriminalstatistik 2021 vor.

Altmarkkreis Salzwedel - Diese verzeichnet auf zwei Gebieten einen Aufwärtstrend: Die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sind um 21 auf 72 angestiegen, von denen 67 (93,1 Prozent) aufgeklärt wurden. Die Masse dieser Straftaten bewegte sich im Bereich pornografische Schriften. Auffällig dabei, dass diese auch an Handys von Kindern verschickt wurden, berichtete Kriminalhauptkommissar Weipert. Und wusste: „Die Zahl der Vergewaltigungen ist von sieben auf sechs zurückgegangen.“

Kein Mord und Totschlag

Der zweite Bereich sind die Straftaten gegen das Leben, davon hat die Kripo im Altmarkkreis insgesamt vier – drei mehr als im Vorjahr – registriert. Kein Mord und Totschlag, konnte der Kriminalist beruhigen, sondern fahrlässige Tötung im Zusammenhang mit Unfällen.

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Polizeirätin Tina Beck und Kriminalhauptkommissar Frank Weipert stellten gestern die Kriminalstatistik vor. © Benecke, Holger

In der Altmark ist es relativ sicher

„Die Statistik und die Fällen zeigen, dass wir in der Altmark relativ sicher leben“, hatte Weipert den Straftatenindex (pro 100 000 Einwohner) mit 5271 im Altmarkkreis ausgerechnet. Zum Vergleich: In Berlin sind es 13 739 und im beschaulichen Saarland 6931. Alles in allem sei das vergangene Jahr in Sachen Kriminalität relativ ruhig verlaufen, schätzte auch Polizeichefin Tina Beck ein. Im Bereich Faulenhorst habe es mit fünf Feuern eine kleine Brandhäufung gegeben.

Räuberei und Drogen

Bei den Rohheitsdelikten gibt es eine Zunahme im Bereich räuberischer Diebstahl. Die Körperverletzungen sind zwar die Masse der Rohheitsdelikte, es wurden aber 39 weniger als 2020 angezeigt. Dort kann Weipert sich auf eine mehr als solide Aufklärungsquote von 92,4 Prozent stützen. Im Bereich der Drogenstraftaten ist mit 97 Mal Cannabis und 64 Mal Amphetamine leicht weniger zu ermitteln gewesen.

Einen Rückgang verzeichnet die Polizei auch bei den Diebstählen aus Wohnungen, aus Einfamilienhäusern und den Tageswohnungseinbrüchen. Der Grund ist simpel: Corona. „Die Leute sind zu Hause, entweder in Quarantäne oder im Homeoffice“, schildert der Ermittler. Selbst die Fahrraddiebstähle haben nachgelassen. Allerdings liegt dort die Aufklärungsquote auch nur bei 22,9 Prozent, was sich auf die Gesamtstatistik auswirkt. So kommt das Altmarkkreisrevier auf stolze 59,3 Prozent Gesamtaufklärungsquote (2020 waren es 60 Prozent).

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