„Noch habe ich den Schlüssel nicht“

Salzwedeler Bahnhof: Neuer Eigentümer aus Tangermünde will der Machbarkeitsstudie folgen

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Das in der Machbarkeitsstudie zum Wiederbeleben des Salzwedeler Bahnhofs vorgesehene Konzept will der neue Eigentümer der Immobilie, der Tangermünder Christian Schulz, in seine Pläne integrieren.

Salzwedel. Christian Schulz aus Tangermünde hat den Salzwedeler Bahnhof gekauft. Die Immobilie kam am 11. Dezember bei einer Auktion in Berlin unter den Hammer. Das Eröffnungsgebot lag bei 29 000 Euro, der Altmärker bekam mit 50 000 Euro den Zuschlag.

„Noch habe ich den Schlüssel nicht“, schmunzelt der Tangermünder, der mit einer Salzwedelerin verheiratet ist. Er ist jedoch bereits in Gesprächen mit der Nahverkehrsservice Sachsen Anhalt GmbH (NASA) und der Stadt Salzwedel. Doch er wolle sich an das Konzept der Stadt halten. Zur Erinnerung: Der Stadtrat hatte unter Federführung von Oberbürgermeisterin Sabine Danicke eine 20 000 Euro teure Machbarkeitsstudie erstellen lassen. „Erwerb und Revitalisierung des Bahnhofes“ sollten summasummarum 3,5 Millionen Euro kosten, wovon ein großer Teil über Fördermittel eingeworben werden sollte.

Laut Machbarkeitsstudie sollen die Mieteinnahmen die laufenden Kosten decken. Vorgesehen war dazu, das Untergeschoss des 740 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche umfassenden Gebäudes als Verkaufsflächen zu vermieten. Wer oder welche Geschäfte dort einziehen könnten, will der neue Eigentümer nicht benennen. „Noch ist nichts spruchreif“, sagt Schulz. Vieles hänge von den künftigen Mietern ab.

Die Machbarkeitsstudie empfiehlt neben dem Fahrkartenschalter, im Bahnhofsgebäude auch Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs anzubieten. Auch ein Fahrradverleih sowie eine Station, in der Pendler ihre Fahrräder einschließen können, wird in dem Papier genannt. Im Gespräch waren auch Übernachtungsmöglichkeiten für Reisende.

Von Holger Benecke

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