Salzwedel: Zwischenbilanz zur Corona-Impfung

Impftermine klappen zu 98 Prozent

Ein Fragebogen zur Anamnese und Einwilligung bei Corona-Impfungen
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Bevor Menschen die Impfung gegen Covid-19 erhalten, gibt es eine umfangreiche Beratung. Dazu gehören auch Angaben zur Krankheitsvorgeschichte (Anamnese). Ein Fragebogen samt Einwilligung liegt in Salzwedel vor.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Beim Besuch der Impfaußenstelle in Salzwedel vor einigen Tagen haben Landrat Michael Ziche und Impfzentrumsleiter Yves Müller Einblicke in die bisher gemachten Erfahrungen beim Kampf gegen Corona gegeben und gleichzeitig die Impfpraxis gerechtfertigt.

Salzwedel – Die Termine würden seitens der zu Impfenden zu 98 Prozent eingehalten, sagte Müller. Nur wenige würden sich noch vor Ort nach umfangreicher Beratung dagegen entscheiden. Allerdings gebe es manche, die sich doppelt und dreifach angemeldet hätten – etwa in anderen Bundesländern, die dasselbe System verwenden. Landrat Ziche erklärte, dass es diesbezüglich bald eine technische Regelung geben könnte, sodass wohnortnah geimpft wird. Abweisen dürfe man Personen mit einem Termin nicht, auch wenn sie von außerhalb kommen, so der Kreischef. Es handele sich schließlich um eine „nationale Aufgabe“.

Immerhin seien die Lieferengpässe bis Ende März beigelegt worden, berichtete Yves Müller in Salzwedel. 3,8 Prozent des gesamten Landeskontingents gingen in die westliche Altmark. 650 bis 700 Menschen könnten täglich geimpft werden, wären so viele Dosen vorhanden, wie verspritzt werden könnten. Damit wäre der Altmarkkreis im Sommer mit dem Impfen durch. Doch die Realität liege deutlich unter diesem Rechenspiel, hieß es in der Impfaußenstelle.

Landrat Ziche nahm in der Außenstelle auf dem Parkplatz hinter dem ehemaligen Innovations- und Gründerzentrum auch Stellung zu Problemen, die sich ergeben, wenn Impfstoff übrig bleibt. Dafür habe es nämlich keine Regelung gegeben. Das sehe erst eine neue Verordnung vor. Bei schwierigen Umständen – wie etwa kürzlich die Außentemperatur von minus zehn Grad Celsius in der Region – sei es zudem kaum möglich, Über-80-Jährige, die auf einer entsprechenden Prioritätenliste stünden, zum Impfen heranzubekommen, fuhr Ziche fort. Und je näher die Verantwortlichen ans Ende der höchsten Impfkategorie vorstoßen, umso schwieriger werde das Umplanen. Dann doch „lieber verwerten statt verwerfen“.

Immerhin: Das Impfen in Salzwedel „laufe wunderbar“, so der ausführende Arzt, Dr. Gerhard Ruff. Die Resonanz der meisten Senioren sei gut und viele dankbar.

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