Nächste Generation der Parkautomaten soll kommen

Salzwedel befürwortet digitales Parkscheinbezahlen

Jemand steckt eine 50-Cent-Münze in einen Parkautomaten an der Neuperver Straße in Salzwedel.
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Noch ist die Münze das Maß der Dinge, wenn es um das Bezahlen von Parkgebühren in Salzwedel geht. In Verwaltung und Politik haben sich die Absichten über weitere Zahlungsmöglichkeiten verstärkt.
  • Jens Heymann
    vonJens Heymann
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Seit einiger Zeit wird in Salzwedel über moderne Formen des Bezahlens von Parkscheinen diskutiert. Nun ist ein konkreter Vorschlag gemacht worden.

  • Der Antrag der Links-Fraktion wurde im Verkehrsausschuss diskutiert.
  • Die Stadtverwaltung plädiert für eine Plattformlösung.
  • Das Nachrüsten bei der Infrastruktur ist erforderlich.

Salzwedel – Mit der nächsten Generation von Parkautomaten könnte in Salzwedel auch das Bezahlen per Handy-App eingeführt werden. Im jüngsten Verkehrsausschuss im Salzwedeler Kulturhaus standen die Zeichen dafür günstig.

Grundlage der Diskussion ist ein Antrag der Links-Fraktion aus dem vergangenen Sommer. In diesem ist zwar von der Anschaffung eines bestimmten Systems (Park now) die Rede, die Stadtverwaltung favorisiert jedoch eine anbieterunabhängige Plattformlösung (Smart Parking), wie Bürgeramtschef Andreas Hensel ausführlich den Abgeordneten erläuterte. „Ich würde es befürworten“, erklärte Bürgermeisterin Sabine Blümel – ihr Votum hat erfahrungsgemäß großen Einfluss auf die Entscheidungsfindung der Stadträte. Diese stimmten der Stadtverwaltung am Ende zu.

Plattformlösung statt Einzelanbieter

Bei Smart Parking seien diverse Anbieter von digitalen Parkanwendungen mit dabei. Breche einer weg, stünden noch andere bereit, führte Hensel die Vorteile aus. Technisch sei alles machbar, hieß es. Im Raum stand am Dienstag eine zweijährige Mitgliedschaft im Plattformverbund – möglicherweise als Test.

Menschen, die in Salzwedel ihre Autos auf entsprechenden Flächen abstellen wollen, sollen in Zukunft mit Münzen, per EC-Karte oder eben auch per Mobiltelefon bezahlen können. Bürgermeisterin Blümel stellte allerdings klar, dass es keine minutengenaue Abrechnung der Parkdauer geben werde – das sehe die Parkgebührenordnung nicht vor (Minimum: 15 Minuten).

Ich würde es befürworten

Salzwedels Bürgermeisterin Sabine Blümel

Wer mit einer App bezahlen will, muss unter Umständen Gebühren an den Anbieter abführen. Andreas Hensel nannte als Beispiele 25 Cent pro Parkvorgang oder 2,99 Euro pro Monat – da gebe es Unterschiede je nach Herkunft der Anwendung. Die Stadt bekomme von diesen Anbietergebühren aber nichts ab, so Hensel.

Für das Einführen von digitalem Parken müsse die Stadt in Infrastruktur investieren, hieß es ferner. Dazu gehört auch eine Schnittstelle, mit der die Politessen überprüfen können, ob jemand mobil bezahlt hat. Das koste 480 Euro pro Gerät, so die Stadt.

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