Klimapäckchen: Ein Grund zum Lachen

Salzwedel: Umweltaktivisten demonstrieren und kritisieren die Politik

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Gleich zwei Demozüge waren gestern in Salzwedel unterwegs, später kamen sie auf der Neuperverstraße zusammen. Laut der Polizei waren zirka 120 Kinder, Jugendliche und Erwachsene an der „Fridays for Future“-Demo beteiligt.

Salzwedel – Das Klimapaket wurde erst vor einem Monat abgesegnet, nun steht es fast vor dem Aus. Der Bundesrat schmälerte das Abkommen, und auch einige Bundesländer blicken kritisch auf das Klimapaket. Vor allem, wenn es um die Bezahlbarkeit geht.

Ein Grund, warum die Umweltaktivisten jetzt noch lauter werden. Gestern kamen wieder hunderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Salzwedel zusammen, um für ein besseres Klima zu demonstrieren.

„Es kann nicht sein, dass beim Thema Geld die Klimapolitik zurückgefahren wird. Die Bundesregierung muss auch mal ein Risiko eingehen können“, schilderte Leah Schönwald zu Beginn der Veranstaltung. Sie ist der Meinung, dass der Kapitalismus und das dazugehörige Konsumverhalten gefährlich für den Klimaschutz sind. Weiter sagte Schönwald: „Die Bürger dürfen durch die Klimapakete nicht zu sehr bestraft werden, die großen Konzerne müssen zur Rechenschaft gezogen werden.“ Auch sei das Klimapaket für die Umweltaktivisten eher ein Klimapäckchen.

Gleich zwei Demozüge gingen an verschiedenen Orten in der Baumkuchenstadt los – von der Mönchskirche und vom Bahnhof. Später trafen sie an der Einmündung Wollweber- zur Neuperverstraße zusammen. Viele Autofahrer mussten einige Zeit warten, bis der lange Zug vorbeimarschiert war.

VON PAUL W. HIERSCHE

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