Das soll am Gerstedter Weg geschehen: Stadtsprecher nennt die Details

Salzwedel: Über 2,2, Millionen Euro fürs Stadion

Plan vom Stadion
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Überblick über das Werner-Seelenbinder-Stadion, das für über 2,2 Millionen Euro auf Vordermann gebracht werden soll.
  • Holger Benecke
    vonHolger Benecke
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„Hartnäckigkeit zahlt sich aus“, sagt Salzwedels Bürgermeisterin Sabine Blümel und blickt damit auf den Erfolg der Fördermittelzusage vom Bund für das Werner-Seelenbinder-Stadion. Die Stadt hatte es bereits im vergangenen Jahr schon einmal versucht, über das Bundesprogramm „Soziales, Jugend und Kultur“ Zuschüsse für das Stadion zu bekommen, war aber abgelehnt worden.

Salzwedel - Der erneute Anlauf wurde von Erfolg gekrönt. Knapp zwei Millionen Euro Fördermittel fließen (90 Prozent), die Stadt gibt 221 500 Euro dazu. „Die genauen Details mit der exakten Förderhöhe werden mit dem Fördermittelbescheid mitgeteilt, der der Hansestadt Salzwedel noch nicht vorliegt“, ergänzte Stadtsprecher Andreas Köhler.

Er wies auch auf den dringenden Sanierungsbedarf für alle Gebäude hin, die sich auf dem Stadiongelände befinden. Denn diese stammen größtenteils aus den 1970er-Jahren. „Für das ,Haus der Vereine‘ kommt aufgrund des baulichen Zustandes nur ein Neubau oder Anbau in Frage“, geht Köhler auf den gegenwärtigen Zustand ein. Es seien umfangreiche Sanierungs- und Abbrucharbeiten geplant. So sollen neue Heizungs- und Warmwasseranlagen im Stadiongebäude, dem Haupthaus, dem Sozialtrakt und im „Haus der Vereine“ installiert werden, nennt der Stadtsprecher Details. Weiterhin seien bauliche Maßnahmen für eine Barrierefreiheit vorgesehen.

  • Geplante Ausgaben (Auszug):
  • - Einbau Kunstrasen, Montage Beregnungs- und Fluchtlichtanlage 778 000 Euro
  • - Ausstattung (Tore, Bänke, Zaungeländer usw.) 143 500 Euro
  • - Sanierung Sozialtrakt 295 000 Euro
  • - Neubau Haus der Vereine in zwei Bauabschnitten 425 000 Euro
  • - Sanierung / Neubau Bestandsgebäude in zwei Bauabschnitten 325 500 Euro

Im Sportbereich seien unter anderem ein Kunstrasenplatz, eine Erweiterung und Reparatur der vorhandenen Sprinkleranlagen, der Neubau einer LED-Flutlichtanlage – war bereits im Vorfeld geplant – sowie Ausstattungen mit Toren, Bänken, Fahrradständern, Geländern und Einfriedungen vorgesehen. Im Kampfrichterturm sollen die vorhandenen Räume umgebaut und modernisiert werden – unter dem Aspekt der Barrierefreiheit. Außerdem ist der Neubau von zwei Umkleidekabinen vorgesehen.

Auch der Sozialtrakt soll auf Vordermann gebracht und erweitert werden, so Köhler. „Diese Räumlichkeiten befinden sich in einem stark verbesserungswürdigen Zustand. In den einzelnen Räumen sind zwingend Sanierungsarbeiten notwendig“, weiß der Stadtsprecher. Auch sei vorgesehen, Dachflächen teilweise mit Solarpaneelen auszustatten.

Der Kampfrichterturm soll komplett saniert werden.

Zum „Haus der Vereine“: Dies ist die Unterkunft für verschiedene Sparten, zum Beispiel Kraftsportler, Angler und Fanfarengarde. Das Haus soll abgerissen und neu gebaut werden. „Eingeschossig, bedarfsorientiert, barrierefrei und energetisch optimiert“, blickt Köhler auf das Vorhaben. „Alle geplanten Sanierungsmaßnahmen dienen der Verbesserung der Stadioninfrastruktur für Sportler und Besucher. Es sollen damit der Erhalt und die Funktionalität für die nächsten Jahrzehnte sichergestellt werden“, zieht Stadtsprecher Andreas Köhler ein Fazit.

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