Ehrgeiziges Programm für die nächsten zehn Jahre

Salzwedel soll weiter saniert werden

Das Sanierungsgebiet „Salzwedel-Altstadt“: bis 2020 abgeschlossene Maßnahmen (dunkelblau), von 2020 bis 2025 geplante Maßnahmen (grün) und von 2025 bis 2030 ins Auge gefasst Vorhaben (hellblau).
+
Das Sanierungsgebiet „Salzwedel-Altstadt“: bis 2020 abgeschlossene Maßnahmen (dunkelblau), von 2020 bis 2025 geplante Maßnahmen (grün) und von 2025 bis 2030 ins Auge gefasst Vorhaben (hellblau).

Salzwedel – Der Stadtrat hat die Weichen für die Sanierungsmaßnahmen in den kommenden zehn Jahren in der Salzwedeler Altstadt gestellt. Hintergrund: Die Sanierungssatzung läuft zum 31. Dezember dieses Jahres aus.

Diese gestattet innerhalb der historischen Stadtmauern (grob umschrieben) – also dem festgelegten Sanierungsgebiet – Quartiere zu bilden. Das erste in Salzwedel so gebildete Quartier war der Bereich rund um die Lorenzkirche.

Zur Erklärung: Erst nach Abschluss der gesamten Baumaßnahmen, sozusagen Fertigstellung eines Quartiers, werden Ausgleichbeiträge erhoben. Diese sind wesentlich geringer als die außerhalb des Sanierungsgebietes erhobenen Straßenausbaubeiträge. Es wird die Werterhöhung der Grundstücke (vorher / nachher) von einem Gutachterausschuss beurteilt. Zudem können private Eigentümer im Sanierungsgebiet bei Modernisierungsmaßnahmen an ihren Grundstücken Anträge auf steuerliche Vergünstigungen stellen.

42 Hektar mit 2200 Bewohnern im Blick

Da noch nicht alle Ziele erreicht worden sind, hat der Stadtrat die Sanierungssatzung nun um weitere zehn Jahre bis zum 31. Dezember 2030 verlängert. Das Sanierungsgebiet umfasst 42 Hek-tar, auf denen rund 2200 Salzwedeler leben.

Für die nächsten fünf Jahre sind die Burgstraße zwischen Gericht und Fußgängerzone, der noch fehlende Abschnitt Reichestraße, die Steintorstraße, die Predigerstraße, der Bereich Schornsteinfegerstraße-Nicolaiplatz-Chüdenstraße und andere geplant. Im Anschluss stehen unter anderem Altperverstraße, Ilsen-Straße, Parkplatz hinter dem Kulturhaus, Holzmarktstraße samt Erster Damm, Westermarktstraße, Jenny-Marx-Straße sowie der Bereich An der Marienkirche auf dem ehrgeizigen Programm.

„Bei allen Maßnahmen ist der Modernisierung und Instandsetzung von Wohngebäuden und der Verbesserung der technischen Infrastruktur Vorrang einzuräumen“, heißt es in der Sanierungssatzung. Diese räumt nicht nur dem Ausbau von Straßen, sondern auch den Anliegern zahlreiche Vorteile ein. VON HOLGER BENECKE

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare