Bürgermeisterin verspricht breitere Gehwege

Salzwedel: Radfahrer müssen an der Braunschweiger Straße von der Piste

Die Gehwege an der Braunschweiger Straße sollen verbreitert werden, sodass dort auch Platz für Radfahrer geschaffen wird. Das versprach Salzwedels Bürgermeisterin Sabine Blümel. 
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Die Gehwege an der Braunschweiger Straße sollen verbreitert werden, sodass dort auch Platz für Radfahrer geschaffen wird. Das versprach Salzwedels Bürgermeisterin Sabine Blümel. 

Salzwedel – Nach dem tödlichen Unfall, bei dem am 9. April ein Lkw eine Radfahrerin überfahren hatte (wir berichteten), nahm Braunschweiger-Straße-Anliegerin Iris Fuchs einen erneuten Anlauf im Verkehrsausschuss.

Sie hatte schon des Öfteren auf die Verkehrssituation dort hingewiesen. So am 24. September vergangenen Jahres im Verkehrsausschuss – ihre Anfrage blieb unbeantwortet. Ebenso wie ein Brief, den sie am 17. November 2019 an alle Fraktionsvorsitzenden geschrieben hatte.

Iris Fuchs will, dass der Lkw-Verkehr auf der Braunschweiger Straße eingedämmt wird, und die Radfahrer, die keinen eigenen Radweg haben, nicht „als Bollwerk gegen den Schwerlastverkehr“ eingesetzt werden. Ein Vorschlag von Iris Fuchs: eine Tonnagebegrenzung auf 3,5 Tonnen.

Ein ähnlicher Vorschlag ist auch in einem Antrag der AfD-Fraktion zu finden, die diesen im Verkehrsausschuss jedoch wieder zurückzog. Am morgigen Mittwoch steht der Antrag jedoch wieder auf der Tagesordnung im Hauptausschuss. Und der tagt ab 18 Uhr in öffentlicher Sitzung im Kleinen Saal des Kulturhauses.

Neben der Tonnagebegrenzung auf 3,5 Tonnen plädiert die AfD auch für ein Geschwindigkeitslimit von 30 Stundenkilometern und will auf beiden Seiten der Fahrbahn einen Fahrradschutzstreifen eingerichtet wissen.

Die Stadt habe es dort schon im Jahr 2015 mit einer Tonnagebegrenzung versucht. Dafür ist der Altmarkkreis zuständig – der hat abgelehnt, ging Bürgeramtsleiter Andreas Hensel auf die Anfrage von Iris Fuchs ein. Ebenso verhielte es sich mit einer Tempo-30-Forderung. Hensel riet Iris Fuchs, sich an den Kreis zu wenden, machte ihr aber wenig Hoffnung. „Dann müsste die Tonnage- bzw. Geschwindigkeitsbegrenzung schon am Warthekreisel beginnen“, beurteilte der Bürgeramtsleiter die Situation. Und prognostizierte: Kreis und Polizei würden bei einer gut ausgebauten Straße da nicht mitspielen.

Dann bräuchte sich auch niemand zu wundern, wenn die Radfahrer verbotenerweise auf den Bürgersteigen führen und dort selbst zu einer Verkehrsgefährdung mit den noch schwächeren Verkehrsteilnehmern, den Fußgängern, würden. Anliegerin Fuchs führte vor Augen, dass sich bei der gegenwärtigen Situation an der Braunschweiger Straße die Katze immer in den eigenen Schwanz beißt.

Schließlich mischte sich Bürgermeisterin Sabine Blümel ein und erklärte zur Überraschung aller: „Wir werden eine Verbreiterung des Gehwegs vornehmen.“ Dadurch soll dann dort auch Platz für die Radfahrer sein.

VON HOLGER BENECKE

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