An Bord: Defibrillator, EKG und Notfallkoffer

Salzwedel: Neue Autos für den Bereitschaftsarzt

Stellen die neuen Fahrzeuge für den Bereitschaftsdienst vor: Technischer Leiter Alexander Mikulla (von links), Einsatzdienste-Fachbereichsleiter Peter Ruppert, Sebastian Ramme, Stefan Gericke und Saskia Tiez.
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Stellen die neuen Fahrzeuge für den Bereitschaftsdienst vor: Technischer Leiter Alexander Mikulla (von links), Einsatzdienste-Fachbereichsleiter Peter Ruppert, Sebastian Ramme, Stefan Gericke und Saskia Tiez.

Salzwedel – Die Johanniter-Unfallhilfe hat neue Fahrzeuge für den ärztlichen Bereitschaftsdienst: Zwei der vier Autos werden im Altmarkkreis Salzwedel für den ärztlichen Fahrdienst eingesetzt, die anderen beiden im Landkreis Stendal.

Für akute Fälle außerhalb der Sprechstunde

Die vier neuen Fahrzeuge mit Allradantrieb sowie Sicherheits- und Komfortausstattung ersetzen ab sofort die sechs Jahre alten, vorherigen Einsatzwagen. Dr. Jörg Böhme als Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt freut sich über die Neuanschaffung. Fahrer und Arzt seien damit sicherer unterwegs und unwegsames Gelände in der ländlichen Region sei besser erreichbar.

Der ärztliche Bereitschaftsdienst kommt bei akuten Fällen außerhalb der Sprechstunde zu den Patienten nach Hause. Starke Bauchschmerzen oder plötzliches Fieber am Wochenende seien Beispiele, die einen Arzt erforderlich machen. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist Mittwoch und Freitag ab 14 Uhr und täglich ab 19 Uhr erreichbar, also immer dann, wenn der Hausarzt keine Sprechstunde hat. Unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 116117 erhält der Patient eine Leitung zum zuständigen Mediziner. Die Rufnummer funktioniert ohne Vorwahl, gilt deutschlandweit und ist kostenlos, egal ob jemand mit dem Haustelefon oder dem Handy anruft. Der Fahrdienst wurde 2014 eingeführt. Seitdem konnte mehr als 35 000 Patienten ein Hausbesuch abgestattet werden. Dafür wurden mehr als eine Million Kilometer zurückgelegt.

Für die Fahrzeuge wurden 160 000 Euro investiert

Die neuen Flitzer haben einen Defibrillator mit Elektrokardiogramm (EKG) an Bord. Nicht nur der Notfallkoffer mit Binden, Spritzen, Blutdruck- und Blutzuckermessgerät, Tubusarten und Sauerstoffgerät gehört zur speziellen Ausrüstung, sondern auch Medikamente, die in einer Hausapotheke zu finden sind, wie zum Beispiel Schmerzmittel. Für die Fahrzeuge wurden ungefähr 160 000 Euro investiert.  kr

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