Einrichtung bekommt neue Fenster, Türen und eine Hebebühne

Salzwedel: 1,4 Millionen Euro für Förderschule „Pestalozzi“

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Die Förderschule „Pestalozzi“ wird energetisch saniert. Darüber hinaus ist ein Sonnenschutz vorgesehen. Fördermittel gibt es auch für Veränderungen an den Eingangsbereichen. Dort soll unter anderem eine Hebebühne installiert werden.

Salzwedel – Die Förderschule „Johann Heinrich Pestalozzi“ an der Salzwedeler Amtsstraße soll für knapp 2,8 Millionen Euro saniert werden. Dafür gibt es nun die erhofften Fördermittel. Darüber informierte das Ministerium für Finanzen Sachsen-Anhalt gestern.

1,4 Millionen Euro stehen für das Projekt in der Hansestadt zur Verfügung. Das Geld stammt aus Töpfen des Landes und der Europäischen Union.

Träger der Schule ist der Kreis. Dieser will im Wohnheim, Mensa und Schule alle Fenster sowie Türen erneuern. Fassaden und Dächer werden gedämmt, es handelt sich um eine energetische Sanierung. Fachleute werden auch die Heizungsanlage auf Vordermann bringen. Für den Eingangsbereich des Komplexes sind eine Rollstuhlhebebühne sowie ein Rollstuhltreppenlift geplant. Die vorhandene Brandmeldetechnik muss auf den neusten Stand gebracht werden.

Der Altmarkkreis hat für die Bildungsstätte aber noch weitere Pläne. Die Sporthalle, die auch von der angrenzenden Schule „Unterm Regenbogen“ genutzt wird, soll abgerissen und neu gebaut werden. Dafür gilt es zunächst die nötigen Pläne auf die Beine zu stellen. Die Ausschreibungen dafür wurden veröffentlicht. Das Gebäude stammt von 1980 und umfasst 815 Quadratmeter. Ähnlich groß wird der Neubau.

Fördermittel für den Schulkomplex, der 1978 erbaut wurde, sind fest zugesagt. Die Pressestelle des Finanzministeriums ist über die Eigentumsverhältnisse im Land offensichtlich aber nicht lückenlos informiert. Denn laut der gestrigen schriftlichen Mitteilung soll die Hansestadt Salzwedel 1,4 Millionen Euro bekommen. Die Förderschule gehört allerdings weiterhin dem Altmarkkreis Salzwedel, wie dessen Pressestelle gestern auf AZ-Anfrage bestätigte.

Der Kreis steht zu seiner Verantwortung. Die Einheitsgemeinde muss also kein weiteres Bauprojekt schultern. Der amtliche Fördermittelbescheid liege auch schon im tatsächlich zuständigen Kreis-Bauamt vor. Die AZ versuchte gestern zudem das Finanzministerium zu erreichen. Kurios: Unter der auf der Internetseite angegebenen Vermittlungsnummer wurde ein Verbinden abgelehnt. Bei den dort angesagten Durchwahlnummern (vier) für die Pressestelle des Ministeriums ging niemand an die Telefone.

VON CHRISTIAN ZIEMS 

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